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Adieu, Handy-Flatrate!

Provider gewöhnen Anwender mit Datenpaketen ans mobile Internet. Doch der stark ansteigende Verbrauch macht Probleme. Orange kündigt Änderungen an.

von Reto Vogt 02.07.2010
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    Zoom Für Kunden ist die jetzige Situation sehr komfortabel: Dank Datenvolumen mit bis zu 1 GB pro Monat surfen Handy-Nutzer in der Schweiz zu einem fixen Monatstarif. Mit diesen einfachen Preisplänen erreichten die Provider ihr Ziel: die Kunden an das mobile Surfen zu gewöhnen. Das bestätigt der Vizepräsident des schwedischen Netzausrüsters Ericsson, Mats Granryd: «Die Anbieter benutzen die Flatrate nur, um neue Kunden an Land zu ziehen.»

Mit der starken Verbreitung des iPhones – jeder Zehnte hat eins – steigt automatisch die Netzauslastung. Und mit jedem neu verkauften Smartphone nimmt die Anzahl Nutzer weiter zu, die über die Datennetze von Orange, Sunrise und Swisscom surfen. Das Wachstum ist exponentiell: Alle sieben bis acht Monate verdoppelt sich das Datenvolumen. Die Grenze dürfte bald erreicht sein. Denn: Je mehr Nutzer auf eine Zelle zugreifen, desto langsamer die Verbindung und desto länger die Wartezeiten.

NEUE TARIFMODELLE GEFRAGT
Granryd prophezeit deshalb: «Aufgrund der steigenden Netzauslastung wenden sich Provider von ihren Flatrate-Angeboten mit den fixen Preisen ab und wechseln zu alternativen Verrechnungsmethoden.» In der Schweiz findet das bereits statt: Orange-CEO Tom Sieber kündigt ein Modell an, das alle bestehenden Preispläne auf einen Schlag ablösen soll. «Der Kunde bezahlt nur noch das, was er tatsächlich nutzt», sagt Sieber, ohne sich konkreter zu äussern. Bedeuten kann dies einzig die Abkehr vom Fixpreis-Modell, was Sprecherin Therese Wenger bestätigt: «Ja, wir schaffen die Flatrate ab.» Wie die neue Verrechnungsmethode konkret aussieht, verrät das Unternehmen natürlich nicht.

Auf der nächsten Seite lesen Sie mehr über Preismodelle, die in Frage kommen.

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    Kommentare

    • elFlexor 02.07.2010, 14.28 Uhr

      Sind die verrückt geworden? Wir SIND bereits mindestens 5 Jahre in der Vergangenheit was Mobilfunkanbieter betrifft. In den USA haben einige Anbieter schon 4G-Netze eingeführt während wir uns mit dem Lückenhaften 3G-Empfang abmühen. Praktisch jeder benutzt da das mobile Internet nicht etwa nach dem "Zahlen was man Braucht"-Prinzip. Das all-inclusive-Abo mit unlimitierten SMS, Anrufen und 3G-Internet (das dort fast doppelt so schnell ist wie hier) gibts in den Staaten übrigens schon ab $40. [...]

    • Opossum 02.07.2010, 14.40 Uhr

      Das ist also das, was man sich unter "mehr Wettbewerb" vorgestellt hatte? Absehbar, wie es weitergeht - bei nur drei Anbietern in der Schweiz werden die anderen beiden mit der Schulter zucken, irgendwas von "der Kunde will es so" faseln und heimlich lachend ihre eigenen Flatrate-Angebote kippen und sich den Zusatzgewinn einstecken. Wenn man sich so anschaut, was z.B. in Österreich für Mobilangebote zu bekommen sind, dann wird man schon langsam aber sicher ein klein wenig sauer!

    • Nebuk 02.07.2010, 17.46 Uhr

      Hört sich meiner Meinung nach irgendwie nach dem PrePaid Kartenystem an.... Zahlen, was man auch wirklich braucht.

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