Apple patentiert Datenaustausch über Gesten

Der iPhone-Hersteller hat einen umfangreichen Patentantrag eingereicht, der die Datenübertragung zwischen Geräten mittels physischer Gesten beschreibt.

von Hannes Weber 11.07.2011

Dateien werden von einem Gerät auf ein anderes «geleert» (Bild: patentlyapple.com) Dateien werden von einem Gerät auf ein anderes «geleert» (Bild: patentlyapple.com) Zoom Der Patentantrag von Apple lautet wörtlich auf «intuitive, gestenbasierte Kommunikation mit physischen Metaphern» und wurde ursprünglich bereits Anfang 2010 eingereicht, wie patentlyapple.com schreibt. Apple stellt sich das etwa so vor: Um eine Datei beispielsweise von einem iPhone auf ein iPad zu übertragen, kippt man das Smartphone wie ein Glas Wasser über das Tablet und die Datei wird quasi vom einen Gerät ins andere «geleert». Dieser Vorgang soll von entsprechenden visuellen und akustischen Effekten auf den beiden Geräten begleitet werden. Das empfangende Gerät soll dabei etwa staubsaugerähnliche Geräusche von sich geben, während Dateien bildlich vom einen auf das andere Gerät «tropfen».

Natürlich soll die Technologie auf allen möglichen iOS-Geräten zum Einsatz kommen und womöglich sogar mit Fernsehern und weiteren Geräten funktionieren. Nicht klar definiert ist die zur Datenübertragung genutzte Technologie. Denkbar wäre, dass diese auch mit Apples neuer AirDrop-Funktion genutzt werden kann, die über WLAN kommuniziert.

Unlängst führte HP mit dem Touchpad eine ähnliche, wenn auch simplere Technik zum Übertragen von Dateien ein. Bei «Touch to Share» müssen sich die Geräte lediglich berühren, um den Transfer einzuleiten.


    Kommentare

    • coceira 11.07.2011, 16.52 Uhr

      Ich uebertrage taeglich, manchmal mehrmals auch mit geraeusch und/oder plaetschern bis tropfen von einem ort zum anderen, gestig, sogar grimmassen sind ein integrierter bestandteil dieser vorgaenge. Optional steht noch geruch (in varianten) zur verfuegung. Die uebertragung findet dabei auch drahtlos unter definiertem protokoll statt. Dabei ist es nicht unbedingt noetig, dass sich sender und empfaenger beruehren solange sie sich in sichtweite befinden. muesste ich bei den apfelmaennchen jetzt[...]

    • dzs 11.07.2011, 21.12 Uhr

      Man stelle sich vor, diese perverse Patentpraxis hätte sich schon früher etabliert: Dann hätte es Patente gegeben wie Verwendung eines der Skrivekugle (erste brauchbare Schreibmaschine) ähnlichen Apparates zur Eingabe in eine Tabelliermaschine (Tastatur) oder Verwendung einer Braunschen Röhre zur Darstellung von Zahlen oder Buchstaben oder wieso nicht gleich die Null in programmgesteuerten Rechenmaschinen patentieren?

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.