Coole Google-Konkurrenz im Grossformat

Ehemalige Mitarbeiter von IBM und Google eröffnen mit Cuil den Kampf. Die neue Suchmaschine soll das Vierfache an Seiten durchsuchen sowie gründlicher und übersichtlicher sein. Zudem speichert Cuil keine Nutzerdaten.

von Sandra Adlesgruber 28.07.2008

    Zoom Cuil heisst die neue Konkurrenz von Google. Die neue Suchmaschine haben sich zwei ehemalige Mitarbeiter von IBM und Google einfallen lassen. Das Erfolgsrezept ist einfach: kein Speichern von Nutzerdaten, mehr Seiten, die zudem gründlicher durchsucht werden und eine übersichtlichere Darstellung der Suchergebnisse.

    Zoom Während Google 30 bis 50 Milliarden Seiten in seinem Index hat, sollen es bei Cuil laut US-Zeitung San Francisco Chronicle vier Mal mehr sein - also rund 120 Milliarden. Laut Nutzungsbedingungen sollen keine Daten auf den Cuil-Servern gespeichert werden. Cookies werden nur verwendet, um die Vorlieben der Nutzer zu eruieren.

    Zoom Die Suchergebnisse werden in Spalten dargestellt und mit Bild sowie kurzem Text versehen. Zusätzlich lassen sich die Ergebnisse noch eingrenzen.

Warum es andere Google-Konkurrenten bislang nicht geschafft haben, erklären die Cuil-Initiatoren so: «Du kannst kein ernst zu nehmender Konkurrent sein, wenn Du nicht mehr Seiten als Google durchsuchen kannst. Wir haben den richtigen Weg dazu gefunden».

Und was sagt Google zur neuen Suchmaschine? «Wettbewerb regt die Innovation an. Die User profitieren von mehr Auswahl.»

Cuil (Aussprache wie «cool») soll durch Werbung finanziert werden.


    Kommentare

    • sergey 28.07.2008, 13.07 Uhr

      Ob sich das durchsetzen wird? Vor allem würde mich intressieren, wie wollen die 120 Millionen Seiten indexieren? Das gibt ne heidenarbeit für die Crawler. :P Gruss sergey

    • froeschli 28.07.2008, 13.28 Uhr

      IMO hätten die erst mal einen vernünftigen Teil ihres Arbeitspensums erledigen sollen, bevor sie sich an die Öffentlichkeit wagen.... Bei einre Suche nach "Office 2007 menu" findet cuil rein gar nix. Dass das bei Google anders aussieht, brauche ich kaum zu erwähnen. Ich bleibe bei der Datenkrake und lasse mein Such(t)verhalten weiter protokollieren. Sollte ich mal vergessen haben, was ich die letzten paar Wochen im Internet gesucht habe, kann ich ja immer noch Google fragen :D Gruss froesc[...]

    • sergey 28.07.2008, 13.36 Uhr

      Ja, die haben noch einiges aufzuholen. Vor allem sollten die bald auch eine Deutsche Variante davon anbieten, da viele auch nach deutschen Begriffen suchen werden wollen, was zwangsweise mit dem Englischen nicht geht. Wir werden sehen. :D Gruss sergey

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