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Datenschutzstudie: Mobile Messenger sind niemals wirklich sicher

In Zeiten strenger Überwachungsgesetze und Datenweitergabe wird Datenschutz zunehmend wichtiger. Die Digitale Gesellschaft Schweiz hat überprüft, welche Messenger tatsächlich sicher sind.

von Florian Bodoky 08.11.2016

Der Verkauf oder die Weitergabe persönlicher Daten sind in Zeiten des Web 2.0 keine Seltenheit mehr. Und seit der Verschärfung des Nachrichten­­­dienst­­gesetzes sowie stetiger AGB-Änderungen bekannter Kommunikationsdienste stellt sich auch für private Nutzer die Frage nach sicheren Kanälen für die digitale Kommunikation.

Diesen Umstand hat die Digitale Gesellschaft zum Anlass genommen, mehrere Dutzend verschiedene Kommunikationskanäle, darunter auch «ältere» wie die E-Mail, auf Sicherheit, Verschlüsselungsgrad, Usability, Datenspeicherung und Nachhaltigkeit zu prüfen. Ziel war es einerseits, den Usern die Mängel der Messenger aufzuzeigen und einen Vergleich zu ziehen.

Dabei stellte sich heraus, dass es gerade bei mobilen Messengern wie WhatsApp, Threema oder dem Facebook-Messenger relativ wenige Optionen gibt, die sowohl in Sachen Benutzerfreundlichkeit als auch bezüglich Privatsphäre und Sicherheit befriedigende Resultate erzielten. Als besonders schwach stufte die DigiGes sogenannte Direct-Message-Apps wie Instagram oder Twitter ein. Aber auch die Branchenleader WhatsApp und der Facebook-Messenger schnitten schwach ab.

Sehr gut abgeschlossen hat hingegen die E-Mail, sofern sie mit pEp- oder GnuPG-Standard verschlüsselt wird. Dies ist massgeblich vom gewählten Anbieter abhängig. Es wird jedoch nicht immer ganz klar, wie einzelne Resultate zustande kamen.

Die genauen Parameter und Resultate der Untersuchung können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.

Die grössten Unterschiede zeigen sich bei der E-Mail Die grössten Unterschiede zeigen sich bei der E-Mail Zoom© Digitale Gesellschaft

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