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Insider vermutet Abhörantennen in der US-Botschaft

Die US-Botschaft wird verdächtigt, die Handy-Kommunikation im Bundesbern abzuhorchen. Auch das Bundesamt für Kommunikation kennt die installierten Antennen.

von Simon Gröflin 14.07.2014
Die US-Botschaft in Bern steht unter Verdacht, eine Spionageantenne eingerichtet zu haben Die US-Botschaft in Bern steht unter Verdacht, eine Spionageantenne eingerichtet zu haben Zoom Die US-Botschaft in Bern gerät unter Verdacht, heimlich Handys auszuspionieren. Die amerikanische Botschaft unterhalte eine leistungsstarke Antennenanlage, sagte ein Insider und angeblich langjähriger Kenner der Botschaft gegenüber der «Schweiz am Sonntag». Die Toplage mit 200 bis 800 Metern Luftlinie zum Parlament könnte dem Bericht zufolge ein Hinweis dafür sein. Nicht nur die Bundesanwaltschaft, sondern auch die Nationalbank und das Fünf-Sterne-Hotel Bellevue befinden sich in unmittelbarer Nähe Bundeshauses.

Auch das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hält es für denkbar, dass die USA in der Schweiz Antennen zur Kommunikation zwischen anderen Botschaften und den USA beherbergen. Botschaften seien laut Bakom aber nicht verpflichtet, Antennen anzumelden. Etwa ein halbes Dutzend Staaten hätten solche Installationen sogar freiwillig dem Bakom gemeldet. Die USA befänden sich nicht unter jenen Staaten, die freiwillig eine Antenne angemeldet hätten.

US-Botschaft nimmt Stellung

Die US-Botschaft hält fest, dass alle Apparaturen im Rahmen der Schweizer Gesetze und der Wiener Konvention sowie im Einklang mit den diplomatischen Beziehungen stünden.

Tags: Schweiz, NSA

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