iO: Swisscoms Antwort auf WhatsApp und Co.

Swisscom hat heute den Dienst iO vorgestellt, mit dem man weltweit sicher und kostenlos kommunizieren kann. Das gilt auch für Nicht-Swisscom-Kunden. Wir haben die Details.

von Hannes Weber 25.06.2013
Bildergalerie Impressionen aus der Swisscom-iO-App Impressionen aus der Swisscom-iO-App 6 Fotos Zoom

Einfach, günstig und sicher. Mit diesen drei Argumenten will die Swisscom ihre Kundinnen und Kunden von ihrer neuen Kommunikations-App iO überzeugen. Und das scheint zu gelingen: Am Sonntag lanciert und erst heute kommuniziert, haben sich laut Swisscom bereits 40'000 Personen für den neuen Dienst registriert.

Einfach

Was Swisscom iO so einfach machen soll, ist die Tatsache, dass man mit einer einzigen App alle Möglichkeiten der Kommunikation abdeckt. Im Klartext: chatten, Dateien verschicken und telefonieren. Unter registrierten iO-Nutzern ist all dies komplett kostenlos – und zwar unabhängig davon, ob man Kunde bei Swisscom ist oder nicht.

Die iO-App auf einem iPhone Die iO-App auf einem iPhone Zoom

Das Besondere an iO ist, dass Textnachrichten und Anrufe nicht nur unter Mitgliedern abgewickelt werden können. Es ist auch möglich, Personen über iO anzurufen, welche die App nicht haben. Dann werden die Anrufe nicht wie innerhalb von iO-Kontakten komplett IP-basiert abgewickelt (VoIP), sondern automatisch auf das Mobilfunk- oder Festnetz umgeleitet. Für Kunden eines Swisscom-Infinity-Abos sind diese Anrufe auf alle Schweizer Netze uneingeschränkt gratis.

Günstig

Swisscom will aber auch Kunden ohne Infinity-Abo und sogar solche von anderen Anbietern für iO gewinnen. Die können nämlich für 15 Franken im Monat (Swisscom-Postpaid-Kunden ohne Infinity) respektive 20 Franken im Monat (Swisscom-Prepaid und alle anderen Anbieter) ebenfalls eine Telefon-Flatrate für iO lösen.

Es gibt sogar eine Option, mit der man unbeschränkt nach Europa sowie in die USA und Kanada telefonieren kann. Die gibts aber nur für Swisscom-Postpaid-Kunden, die dafür 25 Franken im Monat berappen. Die Ausnahme: Kunden von Natel Infinity XL profitieren automatisch vom Auslandspaket.

Überblick über die erhältlichen Optionen für iO Überblick über die erhältlichen Optionen für iO Zoom

Für Kunden ohne Daten-Flatrate gilt übrigens: Der über iO verursachte Datenverkehr wird ganz normal vom inkludierten Datenvolumen abgezogen. Eine Vorzugsbehandlung für Swisscom-Kunden gibt es nicht. Swisscom rechnet vor, dass iO im Zusammenspiel mit den ab dem 1. Juli tieferen Roaming-Preisen zu äusserst günstigen Minutentarifen für Auslandanrufe führt. Als Beispiel nennt Swisscom die Option «Data Travel 50», die 50 MB Datenvolumen im Ausland für 9 Franken offeriert. Umgerechnet könne man dank der VoIP-Telefonie von iO für rund 9 Rappen pro Minute telefonieren. Pro Minute VoIP-Gespräch fällt laut Swisscom übrigens rund ein halbes MegaByte an Daten an.

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Sicher

Die Sicherheit ist wohl gerade in Zeiten des US-Abhörskandals eines der Hauptargumente für Swisscom iO. Denn: Sämtliche Daten werden in der Schweiz gespeichert und unterliegen hiesigem Datenschutzrecht. Ausserdem werden die Kontakte nicht zentral gespeichert, sondern bleiben jeweils ausschliesslich auf dem Endgerät – iO greift also direkt auf die auf dem Telefon gespeicherten Kontakte zu und überträgt diese nicht an Swisscom. Und zu guter Letzt findet die gesamte Kommunikation über iO verschlüsselt statt – ein gewichtiger Vorteil gegenüber Diensten wie WhatsApp.

Auf der nächsten Seite: Swisscoms Pläne mit iO

Tags: Swisscom
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    Kommentare

    • monticello 25.06.2013, 15.43 Uhr

      Nur Geld mache. Ist doch gar keine Konkurenz zu WhatsApp......App gar nicht montieren.

    • psg 25.06.2013, 16.22 Uhr

      Meilenweit schlechter und teurer als whatsapp. Absolut unbrauchbar für whatsapp Nutzer.

    • dave79 25.06.2013, 16.25 Uhr

      Da hat sich ein "S" eingeschlichen "Swisscom will iOS in Zukunft laufend ausbauen" ;)

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