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Langsames Netflix bei Cablecom: «Eigentlich erleben wir ein Déjà-vu»

Netflix lahmt bei vielen UPC-Cablecom-Kunden. Doch warum schieben sich Netflix und UPC Cablecom gegenseitig den Schwarzen Peter zu?

von Simon Gröflin 26.01.2016

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Einmal mehr schneidet UPC Cablecom bei der hauseigenen Performance-Messung des Streaming-Anbieters Netflix schlecht ab. Im Community-Forum des Kabelnetzbetreibers häufen sich derweil Fragen zu den tatsächlichen Leistungseinbrüchen beim Streamen. Kein Zufall. Die Netflix-Auswertung bestätigt immerhin, dass dort die Geschwindigkeit um rund 20 Prozent zurückgegangen ist. UPC Cablecom befinde sich indes im Gespräch mit Netflix, damit das Problem für die Kunden gelöst werden kann, sagt der Kabelnetzbetreiber auf Anfrage des Tages-Anzeigers. «Netflix beliefert unser Netz - und auch das von anderen Anbietern - seit einiger Zeit mit weniger Daten, was sich negativ auf die Qualität bei der Nutzung von Netflix-Inhalten auswirkt», heisst es bei UPC Cablecom auf Anfrage von PCtipp.

UPC Cablecom biete genug Kapazität an

Die Gründe für diese Umstellung seien bei Netflix zu erfragen, sagt UPC Cablecom. «Wir für unseren Teil stellen eine Netzinfrastruktur mit mehr als genug Kapazität zur Verfügung, um grosse Datenmenge zu transportieren und können uneingeschränkt den Service anbieten, der ein reibungsloses Streamen von Netflix-Inhalten möglich macht», meint Bernard Strapp, Mediensprecher bei UPC Cablecom.

Ursachen für die nachlassende Bandbreite

Laut Netflix nutze UPC Cablecom derzeit eine Variante, die nicht optimal sei, erläutert der Streaming-Anbieter gegenüber 20 Minuten. Diese sei unter anderem auf die nachlassende Geschwindigkeit der Streams zurückzuführen, so Netflix.

Fredy Künzler, CEO des Internetanbieters von Init7, hält die Begründung von UPC Cablecom für falsch. Grund: Netflix stellt Internetprovidern spezielle Cache-Server zur Verfügung, die in geografischer Nähe der Endkunden installiert werden. Diese liefern die Netflix-Streams direkt und ohne Performance-Einbusse. Doch UPC Cablecom nutzt das Angebot von Netflix nicht. «Im Gegenteil, grosse Anbieter wollen von Netflix nochmal bezahlt werden, obwohl die Endkunden mit der Abogebühr die Bandbreite bereits bezahlt haben. Eigentlich erleben wir ein Déjà-vu», meint Künzler zu PCtipp. «Es geht schlussendlich um dieselbe Debatte über Netzneutralität, über die sich die US-Kabelnetzbetreiber Comcast & Co. bereits im letzten Jahr mit Netflix herumgeschlagen haben», so Künzler.

Derweil hat auch UPC Österreich mit ähnlichen Netflix-Performance-Problemen zu kämpfen.


    Kommentare

    • goodoldmusicfan 26.01.2016, 15.39 Uhr

      Ist ja nichts Neues, bei Cablecom funktioniert auch sonst nicht vieles. Reply versagt, Geplante Serienaufnahmen werden plötzlich gelöscht, usw. usw. Es gibt eindeutig bessere Anbieter, leider sind wir an unserem Wohnort auf Cablecom angewiesen :-(

    • Wichtelzwerg 26.01.2016, 23.33 Uhr

      Hallo, Ich habe auch eine 100mbit Cablecom Leitung und ein Netflix Account. Ich habe keine Probleme mit der Qualität, nur manchmal ist der Ton etwas verzerrt, dann hilft das einmalige drücken von F5. Ich besitze ein älteres Cablecom Modem und keines der neueren Generation. Finde es dann schon seltsam dass ich keine Probleme habe und Leute mit Modems neuerer Generation haben diese. Sollte UPC Cablecom wirklich Netflix künstlich aus-bremsen um ihr Konkurrenz Produkt zu Netflix zu bevorzugen, w[...]

    • Gaby Salvisberg 27.01.2016, 11.17 Uhr

      Auch noch kurz meine Erfahrung mit der Cablecom/Netflix-Kombination, via Android-App, PS3-App, Samsung-SmartTV-App: Es war bei uns schon immer so, dass das Bild in den ersten Sekunden bis zu ca. zwei Minuten eines Films eher schwach daherkommt. Vermutlich versucht die Netflix-App anhand der gerade gemessenen Geschwindigkeit noch die Auflösung/Qualität «auszuhandeln». Danach waren Bild und Ton eigentlich immer OK. Das war es auch noch wenige Wochen nach unserem Wechsel von Swisscom zu Cablecom. [...]

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