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Schweizer Handy-Abos europaweit am teuersten

Ramschpreise in Polen und horrende Kosten in der Schweiz: Handy-Nutzer telefonieren und surfen hierzulande am teuersten, wie ein aufwendiger Vergleich zeigt.

von Simon Gröflin 31.05.2017

In einem aufwendigen Vergleich hat das Konsumentenportal Verivox.ch die Schweizer Handy-Tarife mit zwölf europäischen Ländern verglichen. Bei der Analyse hat Verivox jeweils das günstigste Angebot (Prepaid oder Abo) in die Auswertung einfliessen lassen. Was aufhorchen lässt: In Polen erhält man schon für rund Fr. 6.50 eine Pauschalrate für Inlandanrufe und 10 GB Daten, während man in der Schweiz für 1,4 GB Daten satte 25 Franken pro Monat bezahlt. Gerechnet wurde bei diesem Beispiel mit 100 Gesprächsminuten und mindestens 1 GB Datenvolumen im Monat. «In Zürich gibt es für diesen Preis einen Cappuccino», sagt Ralf Beyeler, Telekom-Experte bei Verivox. Die Schweiz bildet in dieser Rangliste, weit abgeschlagen, mit Platz 25 das Schlusslicht.

10 GB Daten in Polen: So viel kostet in Zürich ein Cappucchino 10 GB Daten in Polen: So viel kostet in Zürich ein Cappucchino Zoom© verivox.ch

In der Preislandschaft bestätigt sich jedenfalls kein Nord-Süd- oder Ost-West-Gefälle, wie dem Vergleichsexperten auffällt. «Viel mehr fallen die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten und die Konkurrenzsituation ins Gewicht», so Beyeler. «In einigen Ländern werben Anbieter mit Kampfpreisen um neue Kunden.» Ähnlich teuer ist nur noch Spanien mit knapp Fr. 20.70 für 1 GB Daten. Von den Nachbarländern ist Italien mit Fr. 8.80 für ein monatliches Surf-Kontingent von 8 GB noch am günstigsten.

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    Kommentare

    • karnickel 06.06.2017, 10.06 Uhr

      Wahrscheinlich würde man in dieser Liste auch die Auslastung pro Sendemast gut ablesen können. In Lettland und Polen deckt einer sicher ein paar Quadratkilometer Fläche ab. Dabei sind sie mit einigen Verbindungen gut belegt. In Zentraleuropa kommen zu viele Leute auf einen Mast und deshalb sind die Preise höher. In Finnland wiederum sind sie nicht so tief wie in Polen, weil sie schlicht nicht ausgelastet sind. Mit anderen Worten bezahlt man in einem solchen Land für schlafende Infrastruktur m[...]

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