Threema kommt nicht an WhatsApp heran

Der Schweizer Messenger profitierte nach dem WhatsApp-Kauf von Facebook, konnte sich aber nicht an den Marktführer heranziehen.

von Luca Diggelmann 21.07.2014
Threema konnte in den vergangenen Monaten nicht zu WhatsApp aufschliessen Threema konnte in den vergangenen Monaten nicht zu WhatsApp aufschliessen Zoom WhatsApp bleibt unter den Messenger-Diensten an der Spitze. Der Schweizer Konkurrent Threema konnte nach der Facebook-Übernahme von WhatsApp zwar profitieren, um die Lücke zum Marktführer zu schliessen reichte es aber bei weitem nicht. Nach eigenen Angaben Nutzen derzeit rund 3 Millionen Nutzer Threema, Tendenz steigend. Die User befinden sich hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Zum Vergleich: WhatsApp verzeichnet alleine in Deutschland eine Nutzerschaft von rund 30 Millionen.

International kann WhatsApp seine Marktführung knapp behaupten. Ende April gab der Nachrichtendienst bekannt, die 500-Millionen-Marke geknackt zu haben. Damit liegt WhatsApp knapp vor den asiatischen Konkurrenten Line und WeChat. Der japanische Dienst Line liegt bei etwa 420 Millionen Nutzern und wächst rasant, auch im Ausland. WeChat aus China vermeldet rund 400 Millionen Nutzer, vornehmlich im eigenen Land.

Für Threema wird es nicht leicht sein, WhatsApp und Co. die Nutzer abzugreifen. Die Alleinstellungsmerkmale der verschiedenen Messenger-Apps sind klein. Sicherheit und Verschlüsselung sind für das Gros der Nutzer zweitrangig. Davor kommen Funktionalität und Anzahl der nutzenden Freunde. In dieser Hinsicht sind Dienste wie WhatsApp und Line enorm stark und werden sich nur schwer überholen lassen.


    Kommentare

    • Koni79 21.07.2014, 21.43 Uhr

      Ich glaube nicht, dass es das Ziel von Threema ist, ein zweites Whatsapp zu werden. Insofern ist schon der Titel dieses Artikels falsch! Überhaupt gehen mir diese ständigen Vergleiche mit Whatsapp auf die Nerven. Threema macht vieles etwas anders als Whatsapp, weil es eben sicher ist und weil es eben keine Daten auf den Servern lagert und auswertet. Aber es ist klar, dass einigen das sowieso egal ist und sie den Unterschied wahrscheinlich auch nie verstehen werden. Sollen doch die Sorglos[...]

    • Nebuk 21.07.2014, 21.58 Uhr

      weil es eben sicher ist Ich würde sagen "sicherer" ;). Schade, dass sie noch immer keine Windows Phone 8 Variante anbieten. Aber das ist ein anderes Thema.

    • lorenz_h 22.07.2014, 13.18 Uhr

      Sollen doch die Sorglosen und «Ich hab ja nichts zu verbergen»-Ignoranten bei Whatsapp/Fratzenbuch mit ihren Daten bezahlen. Sollen doch die Datenschutz-Hysteriker mit einem Messenger kommunizieren (oder eben nicht...) der sonst keiner benutzt - hauptsache man ist vermeindlich sicher.

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