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USA kämpft gegen Facebook-Schnüffelei

In den USA ist es anscheinend gang und gäbe, dass Arbeitgeber die Passwörter von Angestellten verlangen können, um in ihrem Account herumzuschnüffeln. Der Praxis will man nun in Kalifornien und auf Bundesebene einen Riegel vorschieben.

von Jens Stark 11.05.2012
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Das Parlament des US-Bundesstaates Kalifornien hat ein Gesetz verabschiedet, das es Firmenchefs künftig verbieten soll, die Facebook-Passwörter ihrer Angestellten oder von Jobbewerbern zu verlangen. Die Vorlage ist dabei einstimmig angenommen worden und wird noch in der zweiten Kammer des Staats, dem Senat, behandelt.

In den USA schnüffeln Vorgesetzte gerne in Facebook-Profilen ihrer Mitarbeiter In den USA schnüffeln Vorgesetzte gerne in Facebook-Profilen ihrer Mitarbeiter Zoom Das Gesetz ist eine Reaktion auf Berichte, wonach Arbeitnehmer die Herausgabe der Passwörter verlangt und Angestellte aus Angst vor dem Jobverlust dem Folge geleistet hätten. Noch ist unklar, wie verbreitet die Praxis in den USA ist. Aber Nora Campos, eine Abgeordnete der demokratischen Partei, welche die Gesetzesvorlage eingereicht hatte, berichtet, dass das National Labor Relations Board, eine nationale Ombudsstelle für Arbeitnehmerfragen, 129 Berichte erhalten habe über Missbräuche von sozialen Netzen durch Arbeitnehmer.

Am Donnerstag ist zudem ein ganz ähnlich gelagerter Gesetzesvorschlag beim US-Kongress eingereicht worden.

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