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Wehren Sie sich gegen die Spam-Flut

Über 90 Prozent aller Mails fallen in die Kategorie Spam - Tendenz steigend. Hier finden Sie Tipps, wie Sie die Flut an unerwünschten Nachrichten eindämmen können.

blue_quad von Sandra Adlesgruber (03.02.2010)

Wehren Sie sich gegen unerwünschte Botschaften Bild: SophosvergrößenWehren Sie sich gegen unerwünschte Botschaften Bild: Sophos Spam nervt und ist obendrein auch noch gefährlich, denn zunehmend werden Spam-Botschaften gemäss Sicherheitsanbieter Eleven auch eingesetzt, um Viren zu verbreiten, Passwörter oder andere persönliche Daten auszuspionieren und Privatrechner ohne Wissen ihrer Nutzer illegalen Netzwerken, sogenannten Botnets, hinzuzufügen.

Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich schützen können:

1. Nutzen Sie einen Spam-Filter. Viele E-Mail-Provider bieten integrierte oder optionale Spam-Filter an – zum Teil allerdings kostenpflichtig. Darüber hinaus gibt es auch kostenfreie Angebote für Privatanwender (zum Beispiel Spamihilator, Spamfighter oder Spamfence.net). Bei der Auswahl eines Filters sollten Sie nicht nur auf eine hohe Erkennungsrate (über 99 %) achten, es dürfen auch möglichst keine wichtigen E-Mails fälschlich als Spam aussortiert werden (False Positives).

2. Veröffentlichen Sie Ihre E-Mail-Adressen nicht im Internet oder, wenn, dann verfremdet, beispielsweise «Hans.Mustermann at beispiel.de». So verhindern Sie, dass automatische Suchprogramme Ihre Adresse finden und für Spam-Kampagnen nutzen können.

3. Achten Sie in sozialen Netzwerken wie Facebook, in Onlineforen oder Communities darauf, dass nur Nutzer Ihre E-Mail-Adresse sehen können, bei denen Sie dies wollen. Auch hier suchen Spammer gern nach Adressen.

4. Wählen Sie für Ihren E-Mail-Account eine möglichst ungewöhnliche und schwer zu erratende Adresse. Spammer generieren automatisch E-Mail-Adressen und probieren diese aus. Je ungewöhnlicher Ihre Adresse ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie erraten wird.

5. Spammer sind darauf angewiesen, dass der Empfänger antwortet – auch zur Verifizierung automatisch generierter E-Mail-Adressen. Antworten Sie daher nie auf eine Spam-E-Mail, selbst wenn es einen vermeintlichen Link zum Abbestellen gibt. Der Spammer weiss dann, dass Ihre Adresse existiert und aktiv ist und wird Sie dann mit E-Mail-Abfall überfluten.

6. Wer viele Beiträge in Foren und Communities schreibt, in denen er seine E-Mail-Adresse registrieren muss, sollte auf Wegwerf-E-Mail-Adressen (zum Beispiel Trash-Mail, SpamBog) ausweichen, die kostenlos erhältlich und nur kurze Zeit gültig sind. Damit wird die eigentliche E-Mail-Adresse vor dem Zugriff von Spammern geschützt.

7. Urheber von Spam- aber auch Malware-E-Mails nutzen zunehmend populäre Anlässe und Ereignisse als Vorwand für betrügerische E-Mails. Deshalb sollten E-Mail-Nutzer an bestimmten Tagen besonders aufmerksam auf verdächtige E-Mails achten.



  


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