Home  >  News  >  Sicherheit  > Meldung 63456

spacer

Trojaner nistet sich in BIOS und Firmware ein

Antiviren-Tools und selbst Experten stehen beim Trojaner Rakshasa vor einem Problem. Die Malware frisst sich viel tiefer ins System als die üblichen Schädlinge.

blue_quad von IDG . (02.08.2012)

Der besonders fiese Backdoor-Trojaner Rakshasa – benannt nach einem hinduistischen Dämon – infiziert nicht nur das BIOS, sondern auch die Firmware von CD-Laufwerk oder Netzwerkkarte. Auf der Festplatte hinterlasse Rakshasa keine Spuren. Schickt ein Opfer also die Festplatte zu einem Sicherheitsunternehmen, können diese nichts feststellen. Und die eigene Antiviren-Software durchleuchtet üblicherweise das BIOS nicht. Aber selbst wenn Rakshasa entdeckt wird und selbst wenn es gelingt, den Trojaner durch Wiederherstellung des BIOS aus dem System zu vertreiben, komme er wieder über die infizierte Firmware der Peripheriegeräte, warnt der Entwickler von Rakshasa laut unserer Schwesterzeitschrift PCWorld.

Trojaner nisten sich in Systeme ein und verbreiten sich von dort aus weitervergrößenTrojaner nisten sich in Systeme ein und verbreiten sich von dort aus weiter Der Entwickler warnt vor seinem eigenen Trojaner? Ja, denn Rakshasa ist ein sogenanntes «Proof of Concept». Das bedeutet: Er wurde entwickelt um eine Sicherheitslücke zu beweisen, nicht um Schaden anzurichten. Der Entwickler namens Jonathan Brossard ist CEO der französischen Sicherheitsfirma Toucan System. Sein Trojaner überschreibt das BIOS mit einer Kombination der Open-Source-BIOS-Alternativen Coreboot und SeaBIOS. Das Opfer müsse also das Original-BIOS wiederherstellen und sämtliche Firmware der Peripherie neu aufspielen. Das gelingt nur PC-Profis mit der entsprechenden Ausrüstung.

Der Angriff könne sowohl lokal (also mit Zugriff auf den Rechner), als auch aus der Ferne ausgeführt werden. Und der Zugriff auf den Rechner könne schon in der Fabrik bei der Herstellung der Einzelteile erfolgen, warnt Brossard. Viele Computer würden in China hergestellt werden, auch Macs, fügt er hinzu. Der Angriff aus der Ferne hingegen funktioniere nicht immer, weil einige Peripheriegeräte einen physischen Schalter haben, der beim Firmware-Update betätigt werden müsse.

Zwar hat Brossard Rakshasas Baupläne nicht veröffentlicht. Weil die Komponenten aber bekannt sind, könnten fähige Hacker ähnliche Schädlinge nachbauen.



     


Anzeige
ARCHIV
left
MAI 2013
right
MO
DI
MI
DO
FR
SA
SO
29
30
1
2
3
4
5
6
7
8
9

» Die letzten 14 Tage

» Newsarchiv

Wählen Sie:
Ähnliche News

Seit acht Monaten treibt ein Virus auf Rechnern im Nahen Osten sein Unwesen, melden Kaspersky und Seculert. Zum ersten Mal enthält so ein Programm persische... Trojaner «Mahdi» wütet im Nahen Osten

Computer, die vom Schadprogramm DNS-Changer befallen sind, laufen Gefahr, am 9. Juli endgültig keinen Internetzugriff mehr zu haben. In der Schweiz sind... Gnadenfrist für Opfer von DNS-Changer endet

In den letzten Wochen hat ein Trojaner gewütet, der Drucker auf der ganzen Welt dazu brachte, spontan seitenweise Müll auszudrucken. Trojaner bringt Drucker ans Limit

Mit einer neu entdeckten Methode plündern Online-Kriminelle die Konten nichts ahnender Bankkunden. Diese hebelt sogar das bislang als sicher geltende... ATS: unscheinbarer Online-Banking-Betrug

Die Urheber der Flame-Malware haben den Befehl zum «Selbstmord» erteilt. Massenhaft löscht sich der Virus nun von befallenen Systemen. Flame: Supervirus löscht sich selbst

Leser empfehlen

Sunrise Now heissen die neuen Handy-Tarife von Sunrise, welche die bisherigen Flat- und Flex-Abos ersetzen. Anders als Swisscom differenziert Sunrise... Sunrise stellt neue Handy-Abos vor

Dateien, die in öffentlichen Cloud-Diensten wie Dropbox abgelegt werden, sind alles andere als sicher. Es gibt aber Methoden, wie man sich vor allzu neugierigen... Dropbox, aber sicher

Microsoft hat den Nachfolger der Xbox 360 vorgestellt: Die Xbox One. Live-TV, Sprach- und Gestensteuerung, Kinect 2.0 - das müssen Sie zur neuen Heimkonsole... Das ist die neue Xbox One

Der neuste Telecom-Index von Comparis.ch geht der Frage nach, welches die günstigsten Handy-Tarife für unterschiedliche Nutzerprofile sind und ab wann... Wann lohnt sich eine Flatrate?

Nokia hat an einer Pressedemo das neue Lumia 925 vorgestellt. Der finnische Smartphone-Hersteller erweitert seinen Fokus im Bereich der Fotografie. Der... Nokia präsentiert das Lumia 925

Aktuelle Meldungen

Samsung macht es mit dem Galaxy S4 vor, jetzt soll angeblich auch HTC mit einer Version seines Flaggschiffs One mit Original-Android nachziehen. Zeichnet... Auch HTC One bald mit purem Android?

Die Swisscom kann die staatliche Telecom Liechtenstein nicht übernehmen. Das Liechtensteiner Parlament liess das 23-Millionen-Geschäft am Donnerstag überraschend... Liechtenstein gibt Swisscom einen Korb

In einem Werbespot vergleicht Microsoft ein Windows-8-Tablet mit dem iPad und macht sich über Apples Siri lustig. Microsoft macht sich über iPad lustig

Um die Navigations-App Waze zeichnet sich laut Kreisen ein milliardenschwerer Bieterwettstreit zwischen den Grossen der Internetbranche ab. Facebook gegen Google: Wettbieten um Waze

Das Immobilienportal newhome.ch vereint verschiedene regionale Immobilienplattformen unter einer Oberfläche. Hinter der Seite stehen 15 Kantonalbanken... Per Kantonalbank zum Eigenheim

Partnerchannel

 

Alles aus der Cloud-Welt für KMU von Microsoft Schweiz. 

 

Firmenlinks
Anzeige