Firmenlink

 

2 von 3 Android-Apps sind Schnüffler

Das Android-Betriebssystem bietet gemäss einer Studie nicht genügend Möglichkeiten, um die sensiblen Daten seiner User zu schützen.

von Sandra Adlesgruber 01.10.2010

    Zoom Gemäss der Studie sollen zwei Drittel aller Android-Apps die Anwender nach senisblen Daten ausspionieren: So blieben Telefonnummern, Aufenthaltsort und andere Details kein Geheimnis.

Die Studie wurde von Informatikern an der Pennsylvania State University, der Duke University und von Intel Labs durchgeführt. Dazu wurden unter den beliebtesten Apps 30 zufällig ausgewählt. Sie kontrollierten, welche Informationen übermittelt wurden. 15 Applikationen gaben den Aufenthaltsort des Anwenders an Werbeserver weiter und 7 Apps übermittelten Gerätenummer und Handy-Nummer an externe Server.

In nahezu allen Fällen wurde der jeweilige User über die Datenübertragung nicht informiert. In manchen Fällen wurden die Daten sogar im 30-Sekunden-Takt übertragen.

Die Studienverfasser bemängeln Googles lasche Zutrittskontrollen und den unzureichenden Schutz bei Anwendungen von Drittanbietern. Wenn ein Nutzer einer Applikation erlaubt, seinen Aufenthaltsort zu erfassen, so weiss er jedoch nicht, was mit dieser Information weiter passiert bzw. wer die Informationen letztendlich erhält: der Entwicker, Werbekunden oder andere? Gegenüber den Studienverfassern wollte ein Google-Sprecher keine detaillierte Antwort geben. Er verwies lediglich darauf, dass nur vertrauenswürdige Apps installiert werden sollten. Wie man solche erkennt, erklärte er nicht.

Die Studie konnte nur durchgeführt werden, weil Android Open-Source-Ware ist. Auch Apple-Kunden oder BlackBerry-Anwender haben keine Ahnung, was mit ihren persönlichen Informationen tatsächlich passiert.

Keine Information der Öffentlichkeit
Die Informatiker verraten jedoch nicht, welche der geprüften Applikationen Daten verdächtig behandelt haben. Informationen zur Studie finden Sie in diesem PDF (Englisch).



    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.