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Adobe beerdigt Flash: Was Sie jetzt wissen müssen

Totgesagte leben meist länger – aber Flash wird 2020 von der eigenen Firma zu Grabe getragen. Das ändert sich bei den Browsern.

von Simon Gröflin 07.08.2017
Bildergalerie Oldschool Internet Oldschool Internet 9 Fotos Zoom

Seit zwanzig Jahren dient Adobes Flash-Technik zur Anzeige von Animationen und Web-Videos. Damit soll nun Schluss sein. Spätestens 2020 wird die Technik vom Unternehmen selber nicht mehr angeboten (PCtipp berichtete). Allerdings haben schon einige Konzerne wie Microsoft und Google es zu ihrem Ziel erklärt, ihre Produkte wegen der Sicherheitslücken in Flash schon früher von der veralteten Web-Technik zu befreien. Viele von uns werden der veralteten Browser-Technik kaum nachtrauern. Auch Werbeformate werden von den meisten Nutzern zunehmend als störend wahrgenommen und nagen bei Notebooks auch am Akkuverbrauch.

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Konkret heisst das, dass Adobe ab 2020 auch keine Flash-Updates mehr veröffentlicht. Daher haben die meisten grossen Tech-Konzerne wie Apple, Google, Microsoft und Facebook schon früher der Flash-Technik entsagt oder beginnen bereits damit, auf ein sicheres Pferd umzusatteln. Es kann daher sein, dass ältere Seiten mit Flash-basierten Inhalten wie Mini-Spiele oder Netz-Serien nicht mehr benutzbar sind. Allerdings ist das auch abhängig davon, wie Ihr Browser konfiguriert ist oder ob Sie überhaupt auf bestimmte Inhalte wie nervige Flash-Banner angewiesen sind.

Der Chrome-Browser blockiert seit einigen Wochen Flash-Elemente automatisch; kann aber auf Wunsch solche Internetseiten trotzdem laden. Sobald Sie auf das nicht interpretierbare Format im leeren Kästchen klicken, fragt Googles Browser über ein Pop-up-Fenster, ob das fragliche Element dennoch auszuführen ist. Sie klicken dann einfach ausnahmsweise auf Zulassen. 2020 will auch der Suchmaschinenriese keine einzige Internetseite mehr mit Flash anzeigen.

Chrome lässt das Ausführen von Flash-Inhalten im Ausnahmefall noch zu Chrome lässt das Ausführen von Flash-Inhalten im Ausnahmefall noch zu Zoom© Screenshot / PCtipp

Mozilla hat sich zu einer ungewöhnlich drastischen Massnahme entschieden und geht dabei sogar noch einen Schritt weiter als Google. So wird von Firefox seit Mitte 2015 die Darstellung aller Flash-Inhalte blockiert. Später folgte eine Klarstellung, dass Flash immer solange deaktiviert bleibe, bis Adobe eine sichere Version des Players nachreiche – sprich: Flash wird entweder angezeigt oder nicht (zu Ihrem Wohl).

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