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AV-Anbieter: Kritik an Stiftung Warentest

Zahlreiche renommierte Anbieter von Antiviren-Software haben sich zusammengetan und einen offenen Brief an die Stiftung Warentest gerichtet. Der Vorwurf: Deren Testmethoden seien veraltet und widerspiegelten nicht den effektiven Virenschutz in der Praxis.

von Hannes Weber 04.04.2012

Verschiedene prominente Anbieter von Antiviren-Software haben sich in einem offenen Brief an die Stiftung Warentest gewandt. Sie sind überhaupt nicht zufrieden mit den Testmethoden des deutschen Testinstituts. Den offenen Brief unterzeichnet haben unter anderem F-Secure, Kaspersky, McAfee und Symantec – also durchaus namhafte Hersteller.

Die meisten Sicherheitsanbieter sind von den Testmethoden der Stiftung Warentest nicht überzeugt Die meisten Sicherheitsanbieter sind von den Testmethoden der Stiftung Warentest nicht überzeugt Zoom Auslöser für die Kritik ist ein in der Ausgabe 4/2012 veröffentlichter Test von Sicherheits-Software. Insgesamt 18 Antiviren- und Internetsicherheitsprogramme wurden getestet. Einige der betroffenen Hersteller waren mit den Testresultaten alles andere als einverstanden. Kein Wunder: Nur vier der getesteten Lösungen erreichten die Note «gut». Am besten schnitten im Test die Programme von G Data und Avira ab.

Im offenen Brief werfen die unterzeichnenden Hersteller der Stiftung Warentest vor, dass diese veraltete und wenig praxisnahe Testmethoden verwende. So liege der Schwerpunkt bei ihren Tests auf der Erkennung von Signaturen von Schadprogrammen. Dies sei heute aber nur noch eine von vielen Erkennungstechnologien. Ausserdem mache es wenig Sinn, heute noch Sicherheitsprodukte ohne aktive Internetverbindung zu testen, wie dies der Fall sei.

Gemeinsame Beurteilung mit unabhängigem Testlabor

Die Sicherheitsanbieter bemängeln noch weitere Details an den Testmethoden der Stiftung Warentest. Gleichzeitig äussern Sie sich auch zu den heute anerkannten Teststandards, die europaweit renommierte Labors verwenden. Dabei würden sämtliche Test-Samples live aus dem Internet geladen und alle möglichen Sicherheitskomponenten eines Produkts getestet – wobei die Bewertung jeweils aufgrund dessen erfolgt, wie gut die Software in einem bestimmen Angriffsszenario reagiert, und nicht aufgrund von Tests einzelner Produkte-Features.

Zu guter Letzt schlagen die Parteien der Stiftung Warentest vor, ihre Testmethoden gemeinsam mit dem unabhängigen Testlabor AV-Test zu überprüfen und zu diskutieren. Ausserdem wünschen sie, dass die Stiftung Warentest in ihrer nächsten Ausgabe darauf hinweist, dass die im Test verwendeten Szenarien nicht gängigen Alltagssituationen entsprechen. So steht im Brief: «Derzeit haben wir den Eindruck, dass Ihre Veröffentlichung bei Verbrauchern und Nutzern unserer Produkte zu einer gewissen Verunsicherung führt, die aus unserer Sicht nicht notwendig ist.»

Stiftung Warentest wies Vorwürfe zurück

Die Stiftung Warentest hatte bereits kurz nach der Veröffentlichung ihres Tests Stellung zu den Vorwürfen einzelner Sicherheitsanbieter genommen und diese gegenüber ZDnet.de weitgehend zurückgewiesen. So verteidigte die Stiftung etwa ihren Ansatz, die Antivirenprogramme mit deren Standardeinstellungen getestet zu haben. Der Test richte sich schliesslich primär an Verbraucher und nicht an Experten.

Update: Mittlerweile hat die Stiftung Warentest auch zum offenen Brief Stellung genommen und weist die Vorwürfe erneut zurück. Das Testinstitut behauptet zudem, dass die Anbieter bereits vor dem Test ein detailliertes Prüfprogramm erhalten hätten, worauf es keinen Widerspruch gegeben habe.


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