Das sind die berüchtigsten Hacker-Clans aller Zeiten

Hacker sind keine Einzeltäter. Längst werden Cyberangriffe von organisierten Gruppen, sogenannten Clans, verübt. Wir stellen die bekanntesten Gangs und ihre «Werke» vor.

von Jens Stark ,Florian Bodoky 13.07.2018

Der Cyberuntergrund hat mittlerweile einen hohen Professionalisierungsgrad erreicht. Hierzu gehören natürlich auch Arbeitsteilung und Teamwork. Kein Wunder organisieren sich auch Hacker in Gruppen. Unser Schwestermagazin Computerworld hat eine Reihe der berüchtigsten Organisationen zusammengetragen.

The Shadow Brokers, die NSA–Einbrecher

Nur wenig wissen wir über die – nomen est omen – lichtscheue Hackergruppe The Shadow Brokers. Dafür sind die Cyberangriffe, welche die Vereinigung ermöglicht haben soll, umso bekannter. Sie gehören nämlich zu den schlimmsten Attacken der Geschichte: namentlich WannaCry und NotPetya.

Bei den Angriffen kam eine Reihe von Sicherheitslücken zum Einsatz, die The Shadow Brokers vom amerikanischen Nachrichtendienst National Security Agency (NSA) entwenden konnte. Die Cyberwaffen wurden sodann von den Schattenbrokern veröffentlicht, nachdem sie diese vergeblich zu verkaufen versucht hatten.

Noch wissen die Experten nicht eindeutig, aus welchem Land die Hackergruppe The Shadow Brokers operiert. Für den Ex-NSA-Mitarbeiter und Whistleblower Edward Snowden kann es sich beim Herkunftsland der Gang nur um Russland handeln, wie er 2016 in einem Tweet verbreitete.

Lazarus Group – die Nationalbankräuber

Die Grundlage für den WannaCry-Angriff haben ziemlich sicher The Shadow Brokers gelegt. Ausführendes «Organ» war dann aber sehr wahrscheinlich die mythenumsponnene Hackervereinigung Lazarus Group.

Gemäss dem IT-Security-Spezialisten Kaspersky Lab, der die Lazarus Group schon seit geraumer Zeit beobachtet und deren Tätigkeit verfolgt, bevorzugt die Gruppe Attacken auf Geldinstitute. So vermutet man, dass die Lazarus Group hinter einem Angriff auf die Nationalbank von Bangladesh im Jahr 2016 steckt. Bei diesem Cyberbankraub erbeuteten sie sage und schreibe 81 Millionen Dollar.

Es gibt Hinweise, dass die Lazarus Group von Nordkorea aus operiert. Allerdings ist das nicht sicher. Denn Kaspersky gibt zu bedenken, dass es sich bei den Hinweisen auf den nordkoreanischen Ursprung auch um eine falsche Fährte handeln könnte, mit der die Cyberabwehrexperten getäuscht werden sollen.

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