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Datenschutztag: Sind Ihre Daten sicher?

Am 28. Januar findet der internationale Tag des Datenschutzes statt. Mit unseren Tipps und Tricks finden Sie heraus, ob Ihre Daten genug geschützt sind.

von Luca Diggelmann 28.01.2015

Zum neunten Mal finden am 28. Januar der Europäische Datenschutztag und der Data Privacy Day (in Nordamerika) statt. Zur Feier des Tages haben wir einige nützliche Datenschutztipps für Sie zusammengetragen.

Vorsicht bei Wearables, IP-Cams und anderen Gadgets

Armbänder, Schrittzähler und Co. sind im Alltag wirklich nützlich. Die gesammelten Datenmengen sind dabei aber gewaltig. Es gilt: Prüfen Sie die AGB genau und achten Sie darauf, welche Zugriffsrechte die Apps verlangen. Gerade bei trendigen App-Kategorien versuchen oftmals zwielichtige Hersteller, ohne grossen Aufwand nach Daten zu graben.

IP-Cams können Ihre Heimüberwachung massiv vereinfachen. Doch auch hier gibt es einige Datenschutzstolperfallen. So müssen Sie beispielsweise einer Putzfrau deklarieren, dass sie während der Arbeit gefilmt wird. Zudem ist es verboten, den öffentlichen Raum zu filmen, auch wenn sich die Kamera auf Ihrem Grundstück befindet.

Noch komplizierter wird es bei Drohnen. Dort ändern sich die Gesetze derzeit noch rasant. Es ist also empfehlenswert, vor dem Kauf erst die aktuelle Gesetzeslage zu überprüfen. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Filmen mit einer Drohne.

Gleiches gilt auch für Dashcams. Diese besonders aus Russland bekannten Autokameras sind in der Schweiz ein relativ neues Phänomen und gesetzlich noch nicht gefestigt. Informationen zu Dashcams finden Sie auf dem Portal Verkehrsrecht Schweiz.

Wenig Privatsphäre bei grossen Anbietern

Viele Smartphone-Apps benötigen umfassende Zugriffsrechte, um zu funktionieren. Manchmal scheinen die Rechte aber etwas willkürlich. Auf der Webseite PrivacyGrade finden Sie detaillierte Informationen zu den Zugriffsrechten verschiedener Apps. PrivacyGrade listet jeweils das Zugriffsrecht, was dieses genau tun kann und warum die App das jeweilige Recht benötigt. Die Apps werden anhand des US-Schulnotensystems bewertet.

Generell gilt: Bei grossen Diensten wie Google oder Facebook ist es zwar unwahrscheinlich, dass Ihre Daten gestohlen werden, dafür werden Sie an Werber verkauft. Wer mehr Privatsphäre im Netz wünscht, sollte auf alternative Dienste wie SpiderOak oder TextSecure ausweichen. Auch dann gibt es zwar keine Garantie auf vollständige Privatsphäre, jedoch deutlich mehr als bei Mainstream-Apps.

Schutz gegen Internetkriminelle

Neben legal sammelnden Unternehmen wollen auch Kriminelle immer mehr an Daten kommen. Gegen solche Angriffe gibt es einige effektive Methoden wie die Verschlüsselung. Gepaart mit einem gefestigten Grundwissen und einer Portion Vorsicht können viele Tricks von Onlineganoven entlarvt werden. Eine weitere Hilfe kommt von Security-Software. Nicht zuletzt auch auf mobilen Geräten.

Im Browser sind besonders Erweiterungen nützlich. PrivacyBadger, Ghostery oder Disconnect schützen nicht nur gegen unerlaubte Zugriffe, sondern auch gegen Tracker von Seiten wie Amazon oder Facebook.


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