Fatale Offenheit im Social Network

Knapp über 80 Prozent der Personalchefs informieren sich über die Bewerber in Social Communitys. Grund genug, um Ihre persönlichsten Details von diesen Plattformen zu verbannen.

von Sandra Adlesgruber 01.10.2008

Lassen Sie Ihre Daten aus dem Spiel. Foto: Geralt Lassen Sie Ihre Daten aus dem Spiel. Foto: Geralt Zoom Ihre persönlichen Daten und intimen Details haben im Internet nichts verloren. Diese Warnung kann man gar nicht oft genug anbringen, betrachtet man eine aktuelle Studie der deutschen Fernsehsender ARD und ZDF. Sie ergibt, dass rund 50 Prozent der 14- bis 29-Jährigen regelmässig in privaten Netzwerken aktiv sind. Jeder Zweite dieser Gruppe gibt auf diese Weise laufend persönliche Daten von sich preis. Was einst noch cool und lässig wirken soll, kann später jedoch zum Verhängnis werden: Jeder kann die Fotos vom Saufgelage oder die peinlichen Bilder in halbnacktem Zustand abrufen. Auch Personalchefs – und sei es viele Jahre später, denn das Internet vergisst nichts. 83 Prozent der Personalverantwortlichen recherchieren in Suchmaschinen und Social Communitys nach ihren Bewerbern.

Michael Fertik, Geschäftsführer von Reputation-Defender, einem Unternehmen, das sich auf den Schutz und die Wiederherstellung der Privatsphäre im Internet spezialisiert hat, warnt vor allem Jugendliche vor Leichtsinn im Umgang mit persönlichen Daten und Infos. Viele Infos können zwar nachträglich gelöscht werden – eine 100-%-Garantie gibt es allerdings nicht. Und wer will schon für sein ganzes Leben vom Internet gebrandmarkt sein …


    Kommentare

    • superman 01.10.2008, 16.02 Uhr

      Bin selbst immer wieder überrascht, wie sehr "Privatsphäre" und "Datenschutz" eine untergeordnete Rolle spielen. Da wird munter ins Netz eingestellt, wie es nur geht....meist ist es Unwissen, aber kenne auch Social-Networker, welche sich bewusst für den "gläsernen Menschen" entscheiden... PCtipp sollte sich mal dieser Sache widmen und zwar am besten mit Titelschlagzeile!

    • thom45 01.10.2008, 21.08 Uhr

      Bin selbst immer wieder überrascht, wie sehr "Privatsphäre" und "Datenschutz" eine untergeordnete Rolle spielen. Da wird munter ins Netz eingestellt, wie es nur geht....meist ist es Unwissen, aber kenne auch Social-Networker, welche sich bewusst für den "gläsernen Menschen" entscheiden... PCtipp sollte sich mal dieser Sache widmen und zwar am besten mit Titelschlagzeile! Weisst Du aber was die Motivation für die bewusste Entscheidung zum "gläsernen Menschen" ist? Gruss Onkel Thom

    • superman 03.10.2008, 13.16 Uhr

      Die Akzeptanz, dass die Privatsphäre eh bald nicht mehr existiert und man mit seinem Verhalten die Entwicklung einfach beschleunigt? Was weiss ich...trifft für eine Minderheit zu, für die Majorität der Social Netwerk Benutzer ist der Begriff "Datenschutz" einfach ein Fremdwort.

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