Ferngesteuertes WC mit Tücken

Daran, dass Autos zurückgerufen werden oder deren Hersteller vor Sicherheitsmängeln warnen, hat man sich mittlerweile schon gewöhnt. Dass aber ein Security-Hersteller vor einer unberechenbaren Toilette warnt, ist noch nicht da gewesen.

von Hans Königes, Computerwoche.de 13.09.2013
Bei der Satis-Toilette lässt sich unter anderem der Sitz per Smartphone steuern Bei der Satis-Toilette lässt sich unter anderem der Sitz per Smartphone steuern Zoom Daran, dass Autos zurückgerufen werden oder deren Hersteller vor Sicherheitsmängeln warnen, hat man sich mittlerweile schon gewöhnt. Dass aber ein Security-Hersteller vor einer unberechenbaren Toilette warnt, ist noch nicht da gewesen.Keine Panik, hierzulande ist noch keine Gefahr im Verzug. Aber wer weiss, wann das eigenwillige Produkt den Atlantik überquert... 

Der amerikanische Anbieter Inax hat seine Toilette Satis so aufgerüstet, dass sie sich via Smartphone fernbedienen lässt, weiss die Online-Plattform ArsTechnica zu berichten. Dazu muss der Benutzer lediglich die App «My Satis» herunterladen, und schon kann er bequem den Sitz auf die gewünschte Temperatur vorheizen, die Spülung betätigen oder den Deckel aus der Ferne auf- und zuklappen. 

Doch wie immer, wenn eine Idee richtig überzeugt, kommt ein Spassverderber daher. Diesmal ist es der Sicherheitshersteller Trustwave, der vor diesbezüglicher Verrichtung warnt. Es gebe «gravierende Sicherheitslücken», schrieb das Unternehmen Anfang August auf seine Homepage. Die App könne von anderen Personen zweckentfremdet werden: «Hacker könnten die Spülung in einer Dauerschleife betätigen oder den Sitz ständig hoch- und runterklappen.»

Kommentare

Keine Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.