Firmenlink

 

Gefährliche Chrome-Erweiterungen

Sicherheitsforscher entdeckten etwa 4712 Crome-Erweiterungen mit verdächtigem Code.

von Simon Gröflin 21.08.2014

Sicherheitsforscher inspizierten anlässlich des Usenix Security Symposiums in San Diego 48'000 Erweiterungen für den Chrome-Browser. Laut PCWorld enthielten etwa 130 externe Chrome-Apps gefährlichen Schadcode, etwa 4712 Erweiterungen wurden vom Code her als verdächtig eingestuft.

Die Forscher beobachteten dabei das Verhalten des Browsers. Betroffen waren jedoch vorwiegend Chrome-Erweiterungen, die ausserhalb des Chrome Web Stores zum Download angeboten werden. Unter den schädlichen Apps befand sich unter anderem eine Malware-App, die Surf-Verläufe an chinesische Server weiterleitete. Darunter auch Keylogger-Apps, über die Angreifer Tastatureingaben beim E-Banking mitverfolgen könnten.

Daher gilt die Devise: Nie Browser-Erweiterungen von externen Seiten herunterladen. Denn Antivirenprogramme wissen nicht, mit welchen Zugriffsrechten Malware-Schreiber die Schnittstellen des Browsers ansteuern. In harmloseren Fällen ändert ein solches Add-On bestenfalls die Browser-Einstellungen. In schlimmeren Fällen könnte Browser-Malware JavaScript-Anweisungen enthalten, die Anfragen des Surfers abfangen und umleiten.

Etwa so könnte künftig eine Warnmeldung zu einer gefährlichen Chrome-App aussehen Etwa so könnte künftig eine Warnmeldung zu einer gefährlichen Chrome-App aussehen Zoom

Google hat angeblich schon während dieser Untersuchung eng mit den Sicherheitsforschern zusammengearbeitet. Mittlerweile schreibt Google in einem Sicherheits-Blog, Anwender mit einer Warnmeldung künftig besser schützen zu wollen, wenn bestimmte Apps aussergewöhnliche Browser-Zugriffsrechte wollen.

Tags: Chrome

    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.