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Google will Chrome-Apps auf Android und iOS portieren

TheNextWeb hat auf GitHub ein Toolkit eines Google-Entwicklers entdeckt. Die Dokumentation des Tools verrät so einiges über Googles Zukunftspläne.

von Simon Gröflin 04.12.2013
Ein Konvertierungs-Tool und All-in-One-App-Builder für iOS und Android: Damit dürfte Google neue Coder-Herzen für sich gewinnen und Chrome OS könnte ebenfalls an Popularität zulegen Ein Konvertierungs-Tool und All-in-One-App-Builder für iOS und Android: Damit dürfte Google neue Coder-Herzen für sich gewinnen und Chrome OS könnte ebenfalls an Popularität zulegen Zoom Google arbeitet offensichtlich an einem Tool-Päckchen, um die Desktop-Apps des Chrome-Browsers auf Android und iOS zu portieren. TheNextWeb ist beim Durchstöbern eines GitHub-Verzeichnisses auf die Tool-Sammlung eines Google-Software-Entwicklers gestossen. Die Dokumentation der Tools mag in den Ohren ambitionierter Chrome- und Hobbycoder schon jetzt wie berieselnde Zukunftsmusik klingen, lässt aber ebenso spekulative Rückschlüsse auf strategische Google-Pläne zu.

Konvertierungs- und Entwicklungs-Tool

Das Toolkit wird der Dokumentation zufolge vor allem Entwicklern helfen, hybride oder native Android- und iOS-Apps mit Apache Cordova zu bauen. Modifizieren, Debugging und Testing respektive das Finalisieren ganzer Software-Projekte könnte aber ebenfalls ein denkbares Szenario sein. Handy-Hardware wie Kameras und Sensoren liesse sich so per JavaScript ansprechen. 

Beta kommt vielleicht im Januar 2014

«Wir hoffen, im Januar mit dem Projekt in die Beta-Phase zu gehen», meinte ein Vertreter von Mocny gegenüber TheNextWeb.

Zur Anatomie von Chrome-Apps:

Chrome-Apps werden in HTML, JavaScript und CSS geschrieben, funktionieren jedoch auch offline beziehungsweise ausserhalb des Browsers. Im September hatte Google angekündigt, Chrome-Apps als Desktop-Apps nutzbar zu machen.

Strategiepfeiler für Chome OS?

Sollten sich die Vorzeichen bewahrheiten, ist die Strategie offensichtlich: Google will Chrome OS populärer machen und gleichzeitig mehr Entwickler für sich gewinnen. Dank der Einbindung von Polyfill und Cordova könnten selbst Hobbycoder mit verhältnismässig simplem HTML5 zu ambitionierten Android- und iOS-App-Tüftlern werden. Mit einem «gestärkten» Chrome OS wird sich aber auch Microsoft langsam warm anziehen müssen, mal angefangen beim Surface; von einer Konvertierungsmöglichkeit auf Windows-Phone-Apps ist übrigens in der Dokumentation (noch) nicht die Rede. Bezüglich iOS-Support hat die Entwicklungsplattform Cordova im Moment noch «TBA»-Status, soll aber bereits daran arbeiten.

Google selber wollte bis jetzt noch keine Stellung nehmen.


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