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Hacker stellt YouPorn-Nutzer bloss

Hacker konnten Tausende von Mail-Adressen und Passwörtern von YouPorn-Nutzern entwenden und veröffentlichen. Nun ist nicht nur so manche Beziehung gefährdet.

von IDG . 24.02.2012

Wie der Antiviren-Spezialist Sophos in seinem Blog Naked Security mitteilt, wurden die Anmeldedaten von Tausenden YouPorn-Usern veröffentlicht. Dazu zählen E-Mail-Adresse, Passwort und Geburtsdatum. Die Pornoseite zählt laut Sophos zu den 100 beliebtesten Webseiten weltweit. Umso schlimmer ist, wie einfach es den Hackern gemacht worden sein soll.

Tausende von YouPorn-Nutzerdaten geklaut und veröffentlicht (Bild: Sophos) Tausende von YouPorn-Nutzerdaten geklaut und veröffentlicht (Bild: Sophos) Zoom Dem Sicherheits-Blogger Anders Nilsson zufolge sollen mehrere hundert Megabyte sensibler User-Daten seit November 2007 unter einer öffentlich zugänglichen URL abgelegt worden sein. Nilsson ist es ein Rätsel, wie das geschehen konnte – er gibt als mögliche Ursache das Versehen eines sorglosen Programmierers an, setzt aber ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen in Klammern dahinter. Auch sehr fragwürdig: Wie wurden die Informationen gefunden? Die URL mit den Daten soll nirgendwo verlinkt gewesen sein.

Laut YouPorn sollen aber nur Nutzer des YP-Chats betroffen sein. Der Chat auf der YouPorn-Seite werde von einem Unternehmen ausserhalb geführt und sei aus Sicherheitsgründen mittlerweile auf der Pornoseite blockiert worden. Wer den Chat nicht nutze, soll angeblich nichts zu befürchten haben.

Auch wenn YouPorn das Datenleck mittlerweile gestopft hat – die entwendeten Daten seien längst von den Hackern ausgewertet und an anderer Stelle veröffentlicht worden, schreibt Naked Security. Ein Problem haben die Blossgestellten nicht nur eventuell mit ihren Arbeitgebern und Partnern. Das womöglich noch schlimmere Problem ergibt sich, wenn sie für mehrere Dienste – etwa den Mail-Anbieter – das gleiche Passwort wie bei YouPorn verwenden. Denn dann erhalten die Hacker flugs Zugang zu weiteren Informationen. Darum unser Rat an Betroffene: So schnell wie möglich alle wichtigen Passwörter (E-Mail, Facebook, Cloud-Speicher, FTP, PayPal, Amazon, etc.) ändern.


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