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Im Fokus: Kasperskys Cryptolocker-Schutz

Kaspersky integriert in seiner neusten Security-Suite erstmals einen Schutz gegen Verschlüsselungs-Viren. Wir fragten nach, wie er funktioniert.

von Simon Gröflin 02.09.2014

Wer noch gültige Lizenztage bei Kaspersky Internet Security 2014 oder soeben die 2015-Version erworben hat, profitiert unter anderem von einer erweiterten Schutzvorrichtung gegen Cryptolocker-Viren. Dieser Typ Schad-Software hat es vor allem auf eines abgesehen: auf die Verschlüsselung Ihrer Daten. Hat sich diese auch Ransomware genannte Software einmal im Rechner eingenistet, verschlüsselt sie vorwiegend Benutzerdateien. Will der Benutzer auf Word- oder Excel-Dateien zugreifen, poppt ein Meldefenster mit einer Lösegeldforderung auf. Auf keinen Fall sollte man solchen Forderungen nachkommen. Erstens kann niemand garantieren, ob die Angreifer einen Schlüssel auch wirklich herausgeben. Zweitens beinhaltet die Malware oftmals Programmierfehler oder ist zu wenig effizient, um Daten wieder entschlüsseln zu können.  

Neuer Aktivitätenmonitor 

Im Datenblatt (PDF) von Kaspersky Antivirus 2015 und Internet-Security 2015 sind wir auf den neuen Ransomware-Schutz gestossen. Der Aktivitätenmonitor soll neuerdings Cryptomalware-Prozesse entlarven. Ransomware-Prozesse werden als solche identifiziert und die sich unter Angriff befindliche Dateien im Hintergrund gesichert. Doch wie soll das gehen? Laut Herstellerinformationen sollen bedrohte Dateien automatisch von Kaspersky in einem lokalen Verzeichnis gesichert werden. Das tönt so, als würde in Echtzeit ein grösseres Backup sämtlicher Dateien abgelegt werden. Schwer vorstellbar. 

Kaspersky Lab erklärte es uns so: «Cryptomalware verschlüsselt nur in seltenen Fällen gleich alle Benutzerdateien», meinte Stefan Kreml, B2C Product Manager Europe am Telefon. «Lädt sich jemand zum Beispiel eine infizierte Open-Office-Version herunter, wird die Malware erst beim Zugriff auf eine Bild- oder eine Text-Datei aktiv», so Kreml weiter.

Screenshot des Malware-Rollbacks von Kaspersky Screenshot des Malware-Rollbacks von Kaspersky Zoom

So werden Schritt für Schritt von Benutzerdaten, meist kleineren Datenmengen, ein lokales Backup angelegt. In der Regel reiche schon ein Backup der ersten Benutzerdatei, worauf der identifizierte Malware-Prozess vom Aktivitätenmonitor unter Quarantäne gesetzt würde, erklärte Stefan Kreml von Kaspersky. Benutzerdateien werden dann automatisch nach Bereinigung der Schadsoftware wieder zurückgespielt.

Webcam-Schutz

Zu weiteren Neuerungen zählen der neue Webcam-Schutz gegen unerlaubte Kamerazugriffe. Dadurch, dass Benutzer einen versuchten Webcam-Zugriff zuerst aktiv erlauben müssen, will der Sicherheitsanbieter solche Vorfälle künftig verhindern. Bei offenen bzw. unsicheren WLANs werden Anwender auf mögliche Gefahren hingewiesen, wenn z.B. ein Passwort oder eine Kreditkartennummer eingegeben wird.

Ab sofort vergübar

Die neuen Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab für Windows sind seit einer Woche verfügbar. Antivirus 2015 kostet als Einzelplatzlizenz für ein Jahr Fr. 39.- , besser und empfehlenswert ist die Lösung Internet Security 2015 inklusive Online-Banking-Schutz ebenfalls als Einzelplatzlizenz für Fr. 52.- für ein Jahr. Davon gibts auch Dreierlizenzen (z.B. für die ganze Familie). 

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Tags: Kaspersky

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