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Kapo Zürich warnt vor perfidem Telefonbetrug

Täter geben sich als Polizisten aus. Bei der Kapo Zürich mehren sich Meldungen zu Telefonbetrugsfällen mit manipulierten Rufnummern.

von Simon Gröflin 13.10.2017

Seit Wochenbeginn wurden bei der Kantonspolizei Zürich mehrere Telefonbetrugsfälle gemeldet. Die Täter gehen dabei besonders geschickt vor: Sie gaukeln den Opfern vor, mit einer Schweizer Telefonnummer anzurufen, die ihnen vertraut ist, in manchen Fällen auch mit der Polizeirufnummer 117. Wie ist das möglich? Man nennt das Call ID Spoofing, quasi das Klauen einer fremden Telefonnummer. Dabei sendet der Täter über Internettelefonie (VoIP) neben dem Telefonsignal auch noch eine falsche Telefonnummer mit. Die meisten solcher Anrufe stammen aus dem Ausland und lassen sich oft schwer zurückverfolgen. 

So läuft die Masche ab

Der Kantonspolizei Zürich zufolge hätten es die Täter vor allem auf das Vermögen der Angerufenen abgesehen. So weckt die Notrufnummer 117 auf dem Telefon-Display vielleicht zunächst Vertrauen. Dann gleich die Hiobsbotschaft: Das Geld sei nicht mehr sicher. Im Verlaufe des Gesprächs fordern die Kriminellen die Opfer auf, Geld zu holen, um dieses bei der Polizei sicher zu deponieren. In anderen Fällen wird auch davon berichtet, dass die Täter die Angerufenen damit unter Druck setzen, Geld in Gold umzutauschen, um es anschliessend an angeblich überwachte Kriminelle auszuhändigen, die dann von der Polizei abgeführt werden sollen. Bis jetzt sei es nach Angaben der Polizei zu keiner Geldübergabe gekommen.

So gehen Sie auf Nummer sicher

Die Kantonspolizei rät, misstrauisch zu sein. Fragen Sie im Zweifelsfall über die (natürlich von Ihnen selbst angerufene) Notrufnummer 117 zurück, ob es diese Person auch wirklich gibt. Auf keinen Fall sollte man einfach Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Polizisten weisen sich zudem immer mit ihrem Polizeiausweis aus. Verdächtige Situationen solle man umgehend der Rufnummer 117 melden.


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