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Kein Virenschutz für iOS: Kaspersky warnt

Apple gestattet es den Virenjägern von Kaspersky nicht, eine Security-App für iOS herauszubringen. Laut Kaspersky schaufelt sich Apple damit sein eigenes Grab.

von Hannes Weber 23.05.2012

Kein Geringerer als Eugene Kaspersky selbst, CEO des gleichnamigen russischen Antivirenspezialisten, zeigte sich gegenüber The Register enttäuscht über Apples Ablehnung von Sicherheitsanwendungen. Kaspersky würde gerne eine Sicherheitslösung für iOS entwickeln und sieht darin – im Gegensatz zu Apple – auch eine Notwendigkeit. Zwar sei iOS tatsächlich sehr sicher und es sei dementsprechend schwer, Schadprogramme dafür zu entwickeln. Die einzige Möglichkeit, so Kaspersky, sei es, Schadcode in eine legale Software zu schmuggeln. Sollte dies aber eines Tages passieren, wären auf einen Schlag Millionen von Geräten infiziert.

Eugene Kaspersky würde gerne einen Virenschutz für iOS entwickeln Eugene Kaspersky würde gerne einen Virenschutz für iOS entwickeln Zoom «Die Cyber-Kriminellen sind happy mit Windows, neu auch mit Mac. Sie sind glücklich mit Android», führt Kaspersky aus. «Es ist sehr viel schwerer, eine Schwachstelle in iOS zu finden, aber es ist möglich. Und wenn es passiert, wird es ein Worst-Case-Szenario, denn es wird keinerlei Schutz geben. Das Apple SDK (Software Development Kit) lässt es nicht zu.»

Dieses für Kaspersky unvermeidbare Szenario wird nach Ansicht des russischen Virenjägers zur Folge haben, dass sich viele Leute von iOS abwenden und zur Konkurrenz wechseln. Kaspersky ist sich dessen so sicher, dass er mit Freunden gar darauf gewettet haben soll, dass Googles Android-Betriebssystem im Jahr 2015 einen Marktanteil von 80 Prozent aufweisen wird. Laut Gartner konnte Android bereits im ersten Quartal 2012 einen Smartphone-Marktanteil von 56 Prozent erreichen.

Tags: Kaspersky

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