Können Sie mich hören? – Betrugsmasche übers Telefon

Ja-Sager, aufgepasst: Ihr Wohlwollen könnte teuer werden.

von Florian Bodoky 13.02.2017

Diese Masche macht derzeit die Runde in Nordamerika und setzt zum Sprung über den grossen Teich an: Telefonmitschnitte. Betrüger rufen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen an und versuchen, diese zum «Ja»-Sagen zu bewegen. Dies beispielsweise mit der Frage, ob der Angerufene den Anrufer hören kann. Das weitere Gespräch wird vom betrügerischen Anrufer aufgenommen. Dabei gibt dieser sich als Konsumberater oder Callcenter-Agent aus.  

Später werden die einzelnen Aussagen des Angerufenen so zusammengebastelt, dass es den Eindruck macht, der Angerufene habe eine bestimmte Bestellung in Auftrag gegeben. Später ruft der Betrüger nochmals an und versucht, den Betrogenen mit dieser zusammengeschnipselten Tonaufnahme einzuschüchtern und zu einer Zahlung des geforderten Beitrags zu bewegen.

Gelingt dies nicht, melden die Betrüger ihre Opfer oft bei Inkassobüros und beauftragen diese, die angeblichen Schulden einzutreiben. Oftmals geben sie auch nur vor, ein Inkassobüro zu beauftragen und rufen unter Vorgabe deren Identität noch einmal an. Problem: Wenn das Inkassobüro echt ist, bekommt das Opfer eine schlechte Bonitätsbewertung – ganz ohne eigene Schuld. 


    Kommentare

    • dbaechli 15.02.2017, 20.13 Uhr

      Diese Betrügereien werden mit Adobe VOCO dann ein ganz neues Level erreichen! Da kann man dann sagen, was man will, der andere zieht die Wörter dann bequem per Drag&Drop in die Reihenfolge, die ihm beliebt. Bin gespannt..

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