Polizei warnt vor Onlinebetrugsfällen bei Postsendungen

Die Kantonspolizei Zürich warnt vor betrügerischen Mails, mit denen Cybergauner Login-Daten von Onlineshops klauen wollen. Mit diesen tätigen sie dann Bestellungen auf Kosten der Beklauten.

von Patrick Hediger 18.06.2018

Onlineshops boomen. Einfache Bestell- und Zahlungsmöglichkeiten machen es der Kundschaft leicht, zeitsparend rund um die Uhr im Netz einzukaufen. Aber Vorsicht: E-Commerce öffnet auch Kriminellen Tür und Tor, um sich in betrügerischer Absicht zu bereichern. Mit Phishingmails gelangen Betrüger an Logins von Benutzerkonten wie die der Post und bestellen Waren in Onlineshops, wie die Kantonspolizei Zürich warnt.

Haben Sie auch schon eine Aufforderung per E-Mail erhalten, in der Sie um Ihre persönlichen Login-Daten gefragt wurden? Viele Angriffe auf IT-Systeme haben ihren Ursprung in einer Phishingmail. Die Betrüger versuchen, Zugang zu Finanzinformationen oder IT-Systemen zu erhalten, indem sie Malware – wie Viren, Trojaner oder Würmer – an Computernutzer schicken. Auf diesem Weg sollen Sie als Benutzer getäuscht werden und Ihre vertraulichen Daten preisgeben. Den Betrügern ist jedes Mittel recht: Sie fälschen Webseiten oder E-Mail-Absender und täuschen ihre Opfer gezielt. Dabei wird das Opfer unter einem Vorwand auf die gefälschte Webseite gelockt und aufgefordert, sein Benutzerkonto neu zu verknüpfen. Eine Sekunde später sind die vertraulichen Daten in den Händen Krimineller.

Mit dieser Masche tätigen die Betrüger beispielsweise in Onlineshops Bestellungen auf Rechnung im Namen der erschlichenen Identität. Sobald die Versandbestätigung der Post eintrifft, leiten die Betrüger das Paket unter «Meine Sendungen» an eine andere Adresse ihrer Wahl um. Während das Paket zu den Betrügern versendet wird, erhält der betroffene Benutzer nur die Rechnung.

Schützen Sie sich, indem Sie aufmerksam handeln. Seriöse Dienstleister, Behörden oder ähnliche Institutionen werden Sie nie über E-Mail oder Telefon zur Angabe von Passwörtern oder Login-Daten auffordern. Seien Sie deshalb misstrauisch, wenn Sie E-Mails bekommen, die persönliche Daten verlangen. Solche E-Mails sind konsequent und ohne auf Links zu klicken zu löschen.

Benutzen Sie niemals dasselbe Passwort für verschiedene Logins.

Die Kantonspolizei Zürich stellt diverse Hinweise zur Verfügung und unterstützt hier beim Schutz vor Gefahren im Internet.


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