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Snowden: Die NSA lacht über den Rest der Welt

Die NSA arbeitet an neuen Cyberwaffen und findet diese so gut, dass der Rest der Welt für die Agenten zur Lachnummer wird.

von Luca Diggelmann 21.01.2015

Das deutsche Magazin «Der Spiegel» hat neue Dokumente aus der Kategorie Snowden veröffentlicht. Darin sucht die NSA spezifisch nach aggressiv veranlagten IT-Fachleuten mit Hang zum Hacking. Wörtlich: «Wir suchen nach Praktikanten, die Dinge kaputtmachen wollen.» Das Personal sucht die NSA für ein Projekt mit Namen Politerain, das von der Hacker-Abteilung der NSA durchgeführt wird. Die Sprache der Abteilung klingt deutlich weniger nach Verteidigung und mehr nach direktem Angriff.

So klingt auch das Aufgabengebiet der gesuchten Praktikanten: «Gegnerische Computer, Server, Router und Netzwerkgeräte per Fernzugriff beeinträchtigen oder zerstören» gehört zu den Aktivitäten. Die Angriffe richten sich per Software direkt auf die Hardware und zielen darauf ab, diese physisch zu zerstören. Die Stellenausschreibung der NSA ist zwar bereits acht Jahre alt. Wie «Der Spiegel» berichtet, hat sich die Angreifermentalität jedoch längst in die Psyche der NSA eingebrannt. Nach den ABC-Waffen (atomar, biologisch und chemisch) folgen die D-Waffen, digitale Waffen.

So gut, dass es lustig ist

Die D-Waffen der NSA scheinen bisher gut zu funktionieren. Wie The Verge berichtet, sogar so gut, dass sich NSA-Mitarbeiter regelmässig über den Rest der Welt lustig machen. Eine Präsentation über das Stehlen fremder Technologien zum Eigengebrauch öffnet mit einer Filmreferenz aus «There Will Be Blood», die im Kontext wohl witzig sein soll. Im Umgang mit einem Spionage-Tool namens Badass zeigt die NSA ähnlich viel Humor. «Badass zum Spass und Profit (Miss)brauchen» steht auf mehreren Folien. Eine Folie vermeldet spöttisch: «Wir wissen, wie schlecht du in Angry Birds bist.»

Gut zu wissen, dass die NSA respektvoll mit ihrer Machtposition umgeht.

Tags: NSA, Hacker

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