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Snowden: «Nutzt Allo nicht!»

Der neue Google-Messenger «Allo» greift für seine künstliche Intelligenz auch auf Google-Dienste wie Gmail zurück. Kritiker sehen darin ein gruseliges Szenario.

von Simon Gröflin 22.09.2016

Die Messenger von Google kann man bald nicht mehr zählen. Nach der Videochat-App Google Duo soll der neue Kurznachrichtendienst «Allo» dazu noch mit künstlicher Intelligenz trumpfen. Zwar erzielt der neue Über-Messenger aus dem kalifornischen Mountain View in zahlreichen Tests bereits Bestnoten für seine Funktionsvielfalt. Für die schlauen Funktionen und das maschinelle Lernen greift Allo aber auch auf Google-Dienste wie Gmail und Google Maps zurück. Davor warnt Edward Snowden eindringlich auf Twitter: «Heute gratis als Download: Google Mail, Google Maps und Google-Überwachung.» Im selben Tweet rät der NSA-Whistleblower allen Nutzern, denen ihre Privatsphäre wichtig ist: «Das ist Allo. Verwendet Allo nicht.»

Ausserdem stellt Snowden in einem weiteren Tweet die rhetorische Frage in den Raum: «Was ist Allo? Eine Google-App, die jede Nachricht aufzeichnet, die man jemals verschickt, und die diese der Polizei auf Anfrage zur Verfügung stellt.»

Snowden, der sich seit der NSA-Affäre wohl am besten auf dem Gebiet auskennt, rät Anwendern, besser auf das Tor-Netzwerk auszuweichen und stattdessen den Messenger Signal zu verwenden. Allerdings gibt er gleichwohl zu verstehen, keine «richtige Antwort» auf die komplexe Frage (rund um die Datensicherheit) zu haben. Seiner Auffassung nach ist Signal aber die sicherere Alternative für normale User. Snowden glaubt sogar, dass WhatsApp für «Nicht-Experten» noch sicherer sei, wie er in einem anderen Tweet ebenfalls zu Protokoll gab.

Tags: Google, NSA

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