So können Sie Ihre Daten einsehen

Da die EU den Datenschutz angepasst hat, können auch Schweizer Nutzer einfacher erfahren, welche Daten Google & Co über sie gespeichert haben.

von Luca Diggelmann ,Florian Bodoky ,Claudia Maag 25.06.2018

Haben Sie sich schon gefragt, was eigentlich Google, Apple, Microsoft & Co über Sie wissen? Falls sie diesem Gedanken auch Taten folgen lassen wollen, können Sie die Antworten mit ein paar Mausklicks finden.

Während Google die persönlichen Daten fein säuberlich portionenweise zeigt und zur Löschung anbietet, machen es Apple, Facebook und Whatsapp den Nutzern nicht so einfach. 

Google

Was Google weiss und überhaupt wissen darf, können Sie bis zu einem gewissen Grad mitbestimmen. Eine Übersicht über Ihre Daten bei Google gibt das Dashboard. Dort sehen Sie alle Ihre Google-Dienste, Geräte und Apps in einer Übersicht und können einstellen, welche Daten gesammelt werden. Neben dem Dashboard gibt es weitere nützliche Seiten, auf denen Sie Ihren Google-Fussabdruck überprüfen können. CloudFender hat eine Liste mit diesen Seiten zusammengestellt. 

  • Wer Sie sind: Hier sehen Sie, was Google über Ihre Person weiss und wie der Konzern das für Werbeeinblendungen interpretiert. Daten wie Geschlecht, Alter, Sprachen, Interessen und blockierte Werbekampagnen werden von Google ausgewertet und in ein Profil zusammengefasst. Diesem Profil entsprechend sehen Sie auf Google-Diensten und Webseiten mit Google-Werbung andere Werbeeinblendungen. 
  • Wo sie sind und waren: Auf dieser Seite können Sie nachsehen, wo Sie in Ihrem Google-Leben schon waren. Je genauer Ihre Geräte aufzeichnen, desto genauer wird auch die Karte. Unter dem Kalender können Sie Ihre gesamte Historie oder einzelne Tage löschen. Google verwendet die Daten beispielsweise für Google Now, das ÖV-Verbindungen vorschlägt oder vor Staus warnt. 
  • Wonach Sie suchen: Ob Kochrezept oder Porno: Google speichert alle Ihre Suchanfragen. Die gespeicherten Anfragen sollen für bessere Suchergebnisse sorgen, da wiederum Interessen ermittelt werden. Die Webhistorie lässt sich hier ein- und ausschalten.
  • Wer auf Ihr Konto zugreift: Google arbeitet mit diversen Diensten und Geräten zusammen. Diese benötigen Daten von Google, um zu funktionieren. Bestes Beispiel dafür ist Ihr Android-Smartphone, das ohne Google-Konto gar nicht erst funktioniert. Unter Kontoberechtigungen finden Sie alle Geräte und Dienste, die auf Ihr Google-Konto Zugriff haben, zusammen mit einer Angabe, welche Daten freigegeben wurden. Hier können Sie auch die Berechtigungen einzelner Geräte oder Dienste verweigern.
  • Alle Daten zum Download: Wenn Sie in aller Ruhe offline durchgehen möchten, was von Ihnen alles in Google-Diensten gespeichert ist, laden Sie doch Ihr komplettes Konto herunter. Von dieser Seite können Sie Ihre Daten entweder gezielt nach Dienst oder als Komplettpaket herunterladen.

Microsoft

Wenn Sie wissen möchten, was Ihr PC alles über Sie verrät, können Sie auf dieser Seite Ihre Datenschutzeinstellungen einsehen und ändern. Insbesondere die Spracheingabe von Cortana, der Browser und Navigationshelfer von Microsoft erweisen sich hier als Datensammler.

Am Windows PC können Sie unter Einstellungen, Datenschutz einen Überblick erhalten, welche Informationen Sie während der Arbeit an Microsoft übermitteln und welche Programme Dritter auf die persönlichen Daten zugreifen können. Zudem übermittelt Windows auch viele technische Daten während der Nutzung von Windows direkt zu Microsoft. Wenn Sie ebenfalls Einsicht in diese Daten haben möchten, laden Sie den Diagnostic Data Viewer herunter. 

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Apple, Facebook und WhatsApp.

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