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Studie kritisiert Cloud-Speicherdienste

Das renommierte Fraunhofer Institut untersuchte verschiedene Cloud-Speicherdienste wie Dropbox und Wuala auf ihre Sicherheit hin. Mit ungenügendem Ergebnis.

von Hannes Weber 15.05.2012
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Das Fraunhofer Institut für sichere Informationstechnologie (SIT) untersuchte in einer Studie die Sicherheit von verschiedenen Cloud-Speicheranbietern. Teil der Studie waren Dropbox, Wuala, Ubuntu One, CloudMe, CrashPlan, Mozy und TeamDrive. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass keiner der Dienste die Grundanforderungen an die Sicherheit komplett erfüllt.

Dropbox & Co.: ungenügende Sicherheitsvorkehrungen Dropbox & Co.: ungenügende Sicherheitsvorkehrungen Zoom Insbesondere Unternehmenskunden sollten sich genau überlegen, ob sie ihre Daten einem Cloud-Anbieter anvertrauen wollen. Die von den Wissenschaftlern ausgemachten Probleme sind mannigfaltig. Dropbox, CloudMe oder Wuala etwa scheitern schon bei der Registrierung, weil sie es unterlassen, die E-Mail-Adresse des Nutzers zu verifizieren. Auch der Transport der Daten sowie die Verschlüsselung sind bei einigen Diensten mangelhaft. CloudMe und Ubuntu One etwa verschlüsseln ihre Daten überhaupt nicht. Weitere Schwachstellen offenbaren die Dienste bei den Sharing-Funktionen. Allgemein empfiehlt das Fraunhofer Institut, sensible Daten am besten lokal zu verschlüsseln und erst dann in die Cloud hochzuladen.

Auch rechtliche Aspekte gilt es, bei der Wahl des Cloud-Speicheranbieters zu berücksichtigen. Europäische Firmen tun gut daran, ihre Daten auch bei einem Anbieter mit Hauptsitz in Europa zu lagern, um beispielsweise nicht dem für in den USA beheimatete Unternehmen geltenden Patriot Act ausgeliefert zu sein.

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    Kommentare

    • Hansjörg Honegger 13.06.2012, 09.39 Uhr

      Es ist sicherlich löblich, wenn das Fraunhofer Institut die Sicherheit von Cloud-Diensten untersucht. Das Resultat allerdings erstaunt mich überhaupt nicht. Populäre Dienste wie zum Beispiel Dropbox sind so beliebt, weil sie gratis sind. Und wer von einem Gratisdienst die höchstmögliche Sicherheit erwartet, ist naiv. Sensitive Daten (vor allem von Unternehmen) darf man nie einem kostenlosen Dienst anvertrauen. Aber es gibt in der Cloud durchaus sichere Dienste von kostenpflichtigen, seriösen Anb[...]

    • schmidicom 13.06.2012, 10.13 Uhr

      Das Stimmt schon doch es gibt auch Möglichkeiten einen ungeschützten Cloud-Dienst einigermassen sicher zu betreiben. ZIP-Dateien und ODF-Dokumente (ab LibreOffice 3.5) können mit AES-256 verschlüsselt werden und sind somit auch beim ungeschützten Datentransfer relativ sicher.

    • exro 13.06.2012, 13.40 Uhr

      Nö, dass sehe ich ganz anders. DrobBox ist nur bis 2GB gratis. Mehr Online-Speicher muss auch bei DrobBox erworben werden, ergo erwarte ich auch entsprechende Sicherheit. Wenn die bereits im Gratisangebot nicht gewährt wird, wieso sollte ich dann dort noch für teures Geld zusätzlichen Speicherplatz kaufen??? Ja, Qualität hat ihren Preis, doch die Preiswürdigkeit ist erst zu beweisen, bevor ich bereit bin, diesen zu zahlen.

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