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Update: Keine Kundendaten von Swisscom-Leck betroffen

Bei der NZZ sind Datenbänder aus Swisscoms Rechenzentren aufgetaucht. Unterdessen wurde Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

von AWP 18.09.2013
Datenbänder von Swisscom sind bei der NZZ «gelandet» Datenbänder von Swisscom sind bei der NZZ «gelandet» Zoom Grosses Datenleck bei der Swisscom: Bei der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sind vier Datenbänder aus dem Rechencenter des Telekommunikationskonzerns aufgetaucht. Wie die Swisscom am Mittwoch mitteilt, handelt es sich «offenbar» um Backup-Daten aus den Jahren 2008 bis 2010. Der NZZ selber zufolge enthalten die Bänder Tausende von Telefonnummern und E-Mails. Die Korrespondenzen würden Einblick in den Stand von Projekten gewähren, enthielten Verträge, Protokolle, Dienstpläne, Krankheitsmeldungen und «vieles mehr», wie das Blatt am Berichtstag schreibt.

Swisscom analysiert

Swisscom habe drei der vier Bänder am gestrigen Dienstag erhalten und sei mit Hochdruck daran, den Inhalt der Datenbänder zu analysieren. Derzeit lasse sich nicht ausschliessen, dass auch Kundeninformationen auf den Bändern gespeichert seien. Das vierte Band habe die NZZ ihrer Quelle zurückgegeben. Swisscom setze alles daran, auch in den Besitz dieser fehlenden Daten zu kommen.

Strafanzeige gegen Unbekannt

Das Unternehmen habe nun Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht und den eidgenössischen Datenschutzbeauftragten informiert. Swisscom setze alles daran, den Fall schnellstmöglich aufzuklären. Derzeit werde von einem kriminellen Hintergrund ausgegangen. Swisscom habe zudem begonnen, den Ablauf der Datenträgerentsorgung noch einmal genau zu überprüfen und eventuelle Schwachstellen zu identifizieren. 

Keine Kundendaten betroffen, sagt Swisscom

Vom Datendiebstahl bei der Swisscom sind nach jetziger Kenntnislage keine Kundendaten wie Logins, Email- oder Zahlungsverbindungen betroffen. Nach heutigem Erkenntnisstand seien vor allem interne Emails von Swisscom-Mitarbeitern auf den Datenbändern enthalten, sagte Sprecher Olaf Schulze.

Allerdings hat der Telekomkonzern noch nicht die vollständige Übersicht über das Ausmass des Datenverlusts. Die Swisscom habe die drei Bänder von der NZZ erst am Vortag erhalten, sagt Schulze.

Die Auswertung sei aufwendig. Denn die benötigten Lesegeräte seien bei der Swisscom seit dem letzten Jahr nicht mehr im Einsatz. Deshalb lasse sich nicht ausschliessen, dass auch Kundeninformationen auf den Bändern gespeichert seien.

Laut der NZZ sind auf den Bändern unter anderem über 14'500 Emails gespeichert. Zudem liessen sich Verträge mit Privat- und Geschäftskunden, Angaben zu Bestellungen und Telefonanschlüssen sowie Verrechnungsaufträge finden.

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite: Telefonnummern und Bewerbungsabsagen

Tags: Swisscom
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