News 12.01.2012, 10:32 Uhr

Verbreitet Symantec Scareware?

In den USA hat ein User Symantec verklagt. Der Vorwurf: Demo-Versionen der PC-Optimierungs-Tools der Firma fänden auf dem eigenen System immer Probleme, sodass man dazu verleitet werde, eine Lizenz zu kaufen.
Ein Anwender hat in Kalifornien eine Klage auf Schadenersatz gegen Symantec angestrengt. Sein Vorwurf: Die Werkzeuge zur PC-Systemoptimierung würden in der kostenlosen Demo-Version immer Probleme auf dem Rechner finden, auch wenn alles rund läuft. Dies, um die Anwender dazu zu bewegen, eine Lizenz der Tools zu kaufen.
Die Vorwürfe werden gegen zwei Produkte der Symantec-Tochter PC Tools, PC Tools Registry Mechanic und PC Tools Performance Toolkit, erhoben und gegen die hauseigenen Norton Utilities.
Laut Klageschrift habe der User seinen Rechner von PC-Forensikern untersuchen lassen. Diese hätten keine Probleme auf seiner Maschine entdeckt. Besagte Demo-Versionen hätten aber schwerwiegende Probleme festgestellt. Der Kläger geht nun davon aus, dass die Tools immer anschlagen und dem User Angst einjagen, sein PC sei kurz davor, nicht mehr funktionstüchtig zu sein.
«Symantec hat die Scareware bewusst so entwickelt, dass sie ausnahmslos etwas findet, und zwar in einer extrem unheilvollen Art: Schädliche Error, Datenschutzrisiken und andere Computerprobleme existieren auf dem PC des Anwenders, ohne Rücksicht darauf, ob die Maschine solche hat», heisst es in der Anklageschrift.
Der Kläger fordert daher von Symantec Schadenersatz für sich und für alle US-Bürger und -Einrichtungen, die besagte Werkzeuge gekauft haben. Symantec hat bislang nicht zu dem Fall Stellung genommen.



Kommentare
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paulchen_10
12.01.2012
gelbe pest! so ganz unrecht hat der klaeger nicht ! Das eine.... ist bei mir (vor jahren) schon vorgekommen, dass ein kunde gesagt hat "sie wollen mich wohl verar....". Ich bekomme jede menge fehler und optimierungsvorschlaege angezeigt, ist es ihnen nicht moeglich ein geraet funktionsfaehig und sauber konfiguriert auszuliefern. Das andere.... Ist mal so was installiert, dann ist es schlimmer als herpes ! Teile, treiber- , servicereste einer installation sind nicht mehr aus dem system zu bekommen. hallo,ich verwende solche prg. schon seit vielen jahren,bin täglich 7 stunden online und downlods habe aber noch nie probleme gehabt mit der "gelben pest" für einen pc freak ist es auch normal dass er nicht allen "schei.." für voll nimmt was "gepredigt" wird. es ist immer gesunder "menschenverstand" gefragt!! :-)) gruss paulchen

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losalamos
15.01.2012
so ganz unrecht hat der klaeger nicht ! Das eine.... ist bei mir (vor jahren) schon vorgekommen, dass ein kunde gesagt hat "sie wollen mich wohl verar....". Ich bekomme jede menge fehler und optimierungsvorschlaege angezeigt, ist es ihnen nicht moeglich ein geraet funktionsfaehig und sauber konfiguriert auszuliefern. das hätte ich mich als kunde auch gefragt warst du denn nicht in der lage das system sauber und fertig zu konfigurieren? weshalb musste der kunde dann erst noch norton installieren, und zwar als demoversion, sonst kommt das ja nicht bei der gekauften!? Das andere.... Ist mal so was installiert, dann ist es schlimmer als herpes ! Teile, treiber- , servicereste einer installation sind nicht mehr aus dem system zu bekommen. völliger blödsinn spätestens wenn die seriennummer eingetippt ist, kommt nix mehr. es handelt sich nur um "werbung" die eingeblendet wird so lange es nicht gekauft ist. Das betrifft ganz klar nicht nur die gelbe pest sondern eine vielzahl von anderen "wertvollen" produkten - seien diese nun in einer roten, gruenen oder blauen verpackung. die gelbe pest wird nur von leuten so bezeichnet, welche in den letzten zehn jahren nicht mehr damit gearbeitet haben. ich hab sie auch mal als solches bezeichnet. musste mich leider letztes jahr von kaspersky trennen weil das ding so viele resourcen frass seit etwa zwei versionen, dass mein wacom nicht mehr richtig lief. also habe ich das produkt geholt, welches überall den testsieg einfuhr: die gelbe pest. das ding ist blitzschnell, frisst keine resourcen, ist absolut top in sachen sicherheit. kein vergleich mehr zu dem was es vor zehn jahren noch war. ich hatte übrigens die sechs besten suiten alle auf virtuellen systemen während vier wochen getestet und kann sagen, dass ich zu den exakt selben schlüssen wie die test gekommen bin. ich würd zwar gerne ein paar einstellungen noch manuell setzen können aber da ich norton auf dem system überhaupt nicht bemerke ist das nicht wirklich erforderlich. berufsbedingt tausche ich solche sachen sonst laufend gegen andere aus. ich habe persönlich vier "kundinnen", jede einzelne hat pro jahr etwa 4 bis 5 mal etwas bezüglich des AV programms gefragt weil es sich mit irgend etwas bemerkbar machte. in den letzten 10 monaten hatte ich keine einzige anfrage von irgend jemandem. deshalb darf norton auch noch 12 monate weiter seinen job erledigen.

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_sven_
15.01.2012
in sachen vorinstallierte software gegen vire, etc. es ist eine schweinerei, dass man sich einen rechenr oder laptop kauft wo das gelbe ding vorinstalliert ist. ob demo- oder andere version. es solte dem kunden überalssen sein was er auf seine kiste abspitzt. und der normaluser bekommt das gelbe ding nicht vollkommen weg. man muss tief in das system eingreifen oder es vollkommen neu aufsetzen damit nicht jede woch die demoversion sich meldet. welchen virenscanner man sich installiert sollte dem kunden überalssen sein oder seinem supporter der das erledigt.

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coceira
15.01.2012
gut so, ich haben kein problem wenn du bessere erfahrungen mit dem produkt gemacht hast.... zum "völliger blödsinn" ich meinte allerdings "de-installation" es weiss doch nun jeder hersteller genau wo und was er in einem ziel-system veraendert, warum ist es nicht moeglich, dass er sein eigenes produkt wirklich restlos entfernt - etwas weniger fummeln und basteln waere wuenschenswert.

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Gaby Salvisberg
15.01.2012
Hallo Leute Ich persönlich bevorzuge da zwar europäische Produkte und ich will Norton nicht in Schutz nehmen. Aber in Sachen Deinstallation soll Norton angeblich dazugelernt haben. Wenn ich mal Zeit übrig hätte, würde ich folgenden Ansatz testen: - Registry-Dump in ein Textfile - Dateiliste aus %windir% in ein Textfile* - Norton installieren, updaten, etwas rumsurfen, rebooten - Norton wieder nach Herstelleranleitung deinstallieren, rebooten - Registry-Dump in ein Textfile - Dateiliste aus %windir% in ein Textfile* - Jetzt die beiden Textfiles vor und nach der Norton-Installation/Deinstallation vergleichen *Wer mag, kann auch eine von %ProgramFiles% erstellen, aber das wäre unnötig, da sich dort nach der Deinstallation übriggebliebene Programmordner ohnehin leicht löschen lassen. Fürs Vergleichen kann man ein File-Compare-Tool zu Rate ziehen und die aufgezeigten Unterschiede richtig interpretieren. Da würde man bestimmt Anhaltspunkte finden, wie gut oder schlecht der Norton-eigene Uninstaller funktioniert. Herzliche Grüsse Gaby