Vorsicht: neuer Abzock-Versuch mit Adresseinträgen

Momentan erhalten zahlreiche Schweizer Domain-Besitzer per Post ein Formular von der Firma «DAD Deutscher Adressdienst GmbH». Wird dieses ausgefüllt und zurückgeschickt, kommt das teuer zu stehen.

von Sascha Zäch 12.12.2005 (Letztes Update: 12.12.2005)

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In ihrem Schreiben wirbt die DAD für ein "Internet Register der Schweiz". Sie fordert dazu auf, für die Aktualisierung des Registers ein Formular mit aktuellen Personenangaben zurückzuschicken. Man werde die Basisdaten aber auch ohne Auftragsbestätigung auf den neusten Stand bringen, so das Schreiben weiter.

Was auf den ersten Blick wie eine kostenlose Dienstleistung aussieht, ist aber nichts anderes als ein dreister Abzockversuch: Ganze 858 Euro verlangt die "DAD Deutscher Adressdienst GmbH" jährlich für ihr Internetregister, zu zahlen jeweils im Voraus. Die Vertragsdauer ist drei Jahre. So stehts im Kleingedruckten des Formulars. Als Gegenleistung bietet die DAD nur einen Eintrag "mit Internetadresse im World Wide Web".

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Die "DAD Deutscher Adressdienst GmbH" ist kein unbeschriebenes Blatt: Vor genau einem Jahr versuchte sie eine ähnliche Masche in Deutschland. Dort warb sie für ein "Deutsches Internet Register" [1].

Die "DAD Deutscher Adressdienst GmbH" ist nicht das erste Unternehmen, das mit unseriösen Adressverzeichnissen Geld zu machen versucht. Das Schweizer SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) warnt schon länger vor betrügerischem Adressverzeichnishandel. Es bietet dazu eine spezielle Broschüre zum Download an [2]. Zudem hat das SECO im September einen Strafantrag wegen unlauterem Wettbewerb gegen mehrere Schweizer Anbieter von Firmenregistern eingereicht. "Gegen die DAD ist dies jedoch nicht möglich, da diese vom Ausland aus operiert", sagt Guido Sutter vom Rechtsdienst des SECO gegenüber dem PCtipp. Private hingegen könnten bei der Polizei einen Strafantrag gegen die Firma einreichen.


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