WhatsApp: Vorsicht, Abofalle!

Derzeit gehen WhatsApp-Nachrichten mit gefälschten Links um. Hinter diesen verstecken sich Abos, die über die Handy-Rechnung abgerechnet werden.

von Florian Bodoky 09.06.2015

Wie die Verbraucherzentrale des deutschen Bundeslandes Sachsen verlauten liess, kursieren derzeit WhatsApp-Nachrichten, die angebliche Updates mit neuen Funktionen für WhatsApp anbieten. Weiter werden Empfänger darin aufgefordert, die Nachricht an Bekannte weiterzuleiten.

Klickt man allerdings auf den Link, schliesst der Nutzer jedoch ein Abonnement für rund 5 Euro monatlich ab. Die Masche beruht auf dem sogenannten WAP-Billing, wie Katja Henschler von der Verbraucherzentrale meldet.

Die Nummer des Nutzers wird durch das Anklicken auf den Link an die Betrüger weitergeleitet. Diese wenden sich dann an den jeweiligen Anbieter, um die Forderung geltend zu machen. Die monatliche Gebühr wird dann auf der Handy-Rechnung aufgeführt und belastet. 

Auch Schweizer betroffen

Kobik, die Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität des Bundes, hat Kenntnis von dieser Masche. Allerdings sind laut einem Sprecher der Fedpol nur wenige Meldungen aus der Schweiz eingegangen. 

Kobik rät Folgendes:

- Besuchen Sie nie Links in SMS oder Nachrichten via App, wenn Zweifel über deren Herkunft besteht.

- Gleiches gilt für Werbebanner innerhalb von Apps.

- Leiten Sie derartige Mitteilungen nie weiter, auch wenn Sie dazu aufgefordert werden. 

- Falls es der Browser Ihres Mobiltelefons erlaubt, blockieren Sie Pop-up-Fenster.

- Halten Sie die Software Ihres mobilen Betriebssystems sowie Apps auf dem neusten Stand. 

- Falls Sie bereits Opfer von WAP-Billing geworden sind, widersprechen Sie der Forderung, sowohl beim Telko als auch beim Drittanbieter, in schriftlicher Form.

- Das Bakom informiert generell über Abofallen und WAP-Billing auf seiner Website.


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