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Curiosity: schräges Spieleexperiment

Am 22. August erscheint Curiosity, ein Spiel der britischen Designer-Legende Peter Molyneux. Dabei müssen alle Spieler gemeinsam einen Würfel zerlegen - aber nur jener, der den letzten Schlag ansetzt, wird das Spiel gewinnen.

von Hannes Weber 09.07.2012

Curiosity, zu Deutsch Neugierde, heisst das neuste Spiel - oder vielmehr: Experiment - von der britischen Gamedesign-Legende Peter Molyneux. Das Spiel ist nämlich alles andere als gewöhnlich. So wird es für die Spieler grundsätzlich kostenlos zu spielen sein. Wobei das Wort «spielen» fast schon übertrieben ist: Der banale Inhalt von Curiosity wird nämlich darin bestehen, einen riesigen Würfel, bestehend aus nicht weniger als 60 Millionen kleinen Würfeln, zu zerstören, um herauszufinden, welches Geheimnis sich dahinter verbirgt. Das berichtet golem.de. Die Schwierigkeit: Obwohl alle Spieler zusammenarbeiten müssen, um den Würfel zu knacken, wird nur jener Spieler das Geheimnis lüften können, der den allerletzten Würfel zerschlägt.

Curiosity lässt die Spieler einen Würfel zerlegen (Bild: 22Cans) Curiosity lässt die Spieler einen Würfel zerlegen (Bild: 22Cans) Zoom Um die Würfel zu zerschmettern, greifen Spieler auf virtuelle Pickel zurück. Das Spiel selbst ist kostenlos, für umgerechnet weniger als einen Franken wird man sich aber einen stärkeren Pickel kaufen können, mit dem man zehnmal schneller vorwärts kommt. Kurios: Es wird auch einen Diamantpickel zu kaufen geben, ein einzigartiges In-Game-Item, mit dem man Sage und Schreibe 100'000 Mal schneller pickelt als der Otto-Normal-Spieler. Der Preis: läppische 50'000 britische Pfund. Wenn man quasi 100'000 Würfel auf einmal zerschlagen kann, ist natürlich die Chance umso grösser, dass man auch derjenige ist, der das letzte Klötzchen zerdeppert und so das Spiel gewinnt.

Soziales Experiment

Welches Geheimnis sich im Innern des Würfels verbirgt, ist völlig unklar. Ob den Gewinner also einen Millionenscheck, einen Gutschein für eine Reise ins All oder einfach nur eine grosse Tüte Chips erwartet, steht in den Sternen. Laut Peter Molyneux wird der Inhalt aber «lebensverändernd» sein und so atemberaubend, dass man in den Nachrichten darüber lesen wird.

Gemäss Peter Molyneux handelt es sich bei dem Spiel auch primär um ein Experiment. Man will mit Free-to-Play-Spielformen experimentieren und herausfinden, wie sich die Spieler verhalten und welche Strategien sie verfolgen. Zudem will man genau beobachten, wie sich die Kunde über den geheimen Inhalt via Social Media verbreiten wird. Es gehe auch darum, die Psyche von Social-Media-Usern zu erforschen, schreibt eurogamer.net.

Das Spiel, das von Molyneuxs neuem Entwicklerstudio 22Cans programmiert wird, soll am 22. August für Windows, Android und iOS erscheinen.


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