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Facebook Home jetzt verfügbar

Facebook Home ist jetzt auch bei uns im Play Store erhältlich. Google wird nichts dagegen unternehmen, wie der Verwaltungsratspräsident Eric Schmidt bestätigte.

von AWP 17.04.2013

Google wird nicht gegen die neue App «Facebook Home» vorgehen, mit der sich das Online-Netzwerk in den Vordergrund auf Android-Geräten drängt. Das sagte Verwaltungsratschef Eric Schmidt am Dienstag auf einer Konferenz des Technologie-Blogs «All Things D» in New York.

«So funktionieren offene Systeme»

Facebook Home rückt News aus dem sozialen Netzwerk in den Mittelpunkt Facebook Home rückt News aus dem sozialen Netzwerk in den Mittelpunkt Zoom «So funktionieren nun einmal offene Systeme», betonte Schmidt. Facebook habe die Regeln gelesen und die Möglichkeiten ausgeschöpft. Die neue Software zeige die Möglichkeiten der Android-Plattform. Mit Facebook Home kann man sich unter anderem statt des üblichen Sperrbildschirms die Neuigkeiten seiner Facebook-Freunde anzeigen lassen. Ausserdem rückt damit der Chatdienst des Online-Netzwerks in den Vordergrund, über den man in immer mehr Ländern auch telefonieren kann. Damit zieht die App die Aufmerksamkeit von Google-Diensten ab und verwandelt ein Android-Smartphone gewissermassen in ein Facebook-Handy.

Zunächst ist Facebook Home nur für ein halbes Dutzend neuer Geräte verfügbar (HTC First, One, One X, One X+, Samsung Galaxy S3 und Galaxy Note 2), es sollen aber schnell mehr werden. Allerdings gehört das aktuelle Flaggschiff-Handy von Google selbst, das Nexus 4, derzeit nicht dazu. Seit gestern ist Facebook Home auch hierzulande im Play Store erhältlich.

Neue Chat-Funktionen für iOS

Zugleich arbeitet Facebook jetzt auch mit Apple an einer tieferen Integration in iPhones und iPads. Die nächste Version der Facebook-App für Apple-Geräte soll die verbesserte Chat-Funktion enthalten, bei der Hinweise auf Nachrichten von Freunden am Bildschirmrand auftauchen, auch während man andere Anwendungen nutzt. Die App sei bereits in der Apple-Pipeline, sagte Facebook-Technikchef Mike Schroepfer auf der «All Things D»-Konferenz.

Ähnliche Verhandlungen gebe es auch mit Microsoft, sagte Facebooks Produktchef Adam Mosseri in einem Interview der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. «Wir haben ihnen gezeigt, was wir entwickelt haben und wir sind in fortlaufenden Gesprächen.»

Eine App für Apples iOS-System könnte anders aussehen als die Android-Variante, schränkte Mosseri ein. Da Android ein offenes System ist, konnte das Netzwerk Facebook Home im Alleingang entwickeln. In der iPhone-Welt ist das nicht möglich, weil das iOS-Betriebssystem fest in der Hand von Apple liegt, betonte Chefentwickler Cory Ondrejka schon bei der Ankündigung der App. «Der einzige Weg, wie man einen Dienst tiefgreifend auf iPhone und iPad integrieren kann, ist, mit Apple zusammenzuarbeiten», sagte er der dpa.

Für Facebook ist Home eine zentrale Säule der neuen mobilen Strategie. Immer mehr der über 1 Milliarde Mitglieder greifen auf den Dienst inzwischen von Smartphones und Tablets zu. Facebook muss es schaffen, im grossen Stil Geld mit Werbung auch auf diesen Geräten zu verdienen. Das ist entscheidend für die finanzielle Zukunft des Online-Netzwerks und den schwächelnden Aktienkurs. Zuletzt kam rund ein Viertel der Anzeigenerlöse aus dem mobilen Geschäft. Home ist derzeit werbefrei. Facebook hat aber bereits angedeutet, dass künftig dort auch Werbung erscheinen soll.

Tags: Facebook

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