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Facebook lanciert App-Plattform

488 Millionen User greifen mit Handys und Tablets auf Facebook zu. Doch sie müssen keine Werbung anschauen und generieren deshalb keinen Umsatz. Ein eigener App-Store soll nun Abhilfe schaffen und zusätzliche Einnahmequellen für den baldigen Börsengang schaffen.

von Fabian Vogt 10.05.2012

Wie viele Mitglieder Facebook genau hat, ist nicht klar. Einige Medien sprechen von «bald einer Milliarde», ein inoffizieller Facebook-Blog gibt 842 Millionen Anwender an, Facebook selber spricht von 901 Millionen Ende März 2012. Klar aber ist: Es sind eine ganze Menge. Und 488 Millionen davon greifen via mobile Geräte auf die Plattform zu, heisst es im Börsenprospekt, den Facebook am 9. Mai 2012 aktualisiert hat. Doch der Social-Network-Gigant hat ein Problem: Das Geschäft mit Tablet- und Smartphone-Nutzern ist unprofitabel.

Schwächen im Geschäftsmodell

So hat Facebook zugegeben, dass das bisherige Geschäftsmodell Schwächen aufweist: «Wir generieren momentan keinerlei erwähnenswerten Umsatz vom Gebrauch von Facebook-Mobile-Produkten und unsere Fähigkeit, dies tun zu können, ist nicht belegbar.» Ungewohnte Worte des Erfolgskonzerns, der es von einem Studentennetzwerk zu einem der wertvollsten Internetunternehmen der Welt gebracht hat.

So soll das neue App-Center von Facebook aussehen So soll das neue App-Center von Facebook aussehen Zoom Ob Smartphone- und Tablet-Nutzer jemals Umsatz für Facebook generieren, steht in den Sternen. Das Unternehmen selber sagt, dass man darauf auch gar nicht wirklich Einfluss nehmen könne, sondern darauf angewiesen sei, dass mobile Betriebssysteme wie Android und iOS Facebook-freundlich gesinnt sind. Was Facebook nur indirekt sagt: Die Probleme mit mobilen Zugriffen sind hausgemacht. Aus geschichtlichen Gründen hat das Unternehmen bisher keine Werbung für User geschaltet, welche die Plattform via App oder die mobile Website besuchten. Dabei wäre das Potenzial vorhanden: Laut eigenen Angaben hat keine App in den USA mehr Nutzer als diejenige von Facebook. Um daraus Profit zu schlagen, muss also das Geschäftsmodell geändert werden. Ein erster Schritt dazu wurde bereits gemacht: Seit März werden bezahlte Meldungen im Mobile News Feed aufgeschaltet. Nun hat das Unternehmen zusätzlich angekündigt, einen eigenen App-Store zu eröffnen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: App-Store als Lösung aller Probleme?

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