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Google Earth bald mit 3D-Städten

Google will Grossstädte rund um den Globus mit einer neuen Technologie komplett in 3D abbilden.

von Hannes Weber 07.06.2012

In San Francisco gab Google gestern Abend einen Ausblick auf die Zukunft der Kartendienste Google Maps und Google Earth. Das klare Highlight der Show: Grossstädte sollen künftig in Google Earth für Mobilgeräte komplett in 3D abgebildet werden.

Möglich macht diese eine neue Technologie, die auf den 45-Grad-Luftaufnahmen basiert, die Google von Flugzeugen aus macht. Auch einige Schweizer Städte wie Zürich lassen sich aus dieser «Von schräg oben»-Ansicht betrachten. Mit einem Computerprogramm modelliert Google anhand dieser Aufnahmen dann Gebäude, aber auch Landschaften und Bäume in 3D. Das Resultat schaut ziemlich beeindruckend aus, wie untenstehendes Video beweist. Bis Ende Jahr will Google auf diese Weise Metropolregionen mit einer Gesamtbevölkerung von 300 Millionen Menschen abbilden.

San Francisco komplett in 3D San Francisco komplett in 3D Zoom

Nimmt Google Apple den Wind aus den Segeln?

Die kurzfristig einberufene Pressepräsentation von Googles neuen 3D-Karten stellt Gerüchten zufolge eine Reaktion auf Apples bevorstehende Entwicklerkonferenz WWDC dar, die am 11. Juni über die Bühne geht. Angeblich soll Apple an der Veranstaltung die Trennung von Google Maps bekannt geben respektive einen eigenen Kartendienst vorstellen – der ebenfalls detaillierte 3D-Modelle von Städte enthalten soll. Apples Kartendienst könnte Teil der nächsten Version des iPhone-Betriebssystems, iOS 6, sein.

Offline-Maps für Android

Trekker: Google schickt neu die Infanterie in die Pampa Trekker: Google schickt neu die Infanterie in die Pampa Zoom Die zweite wichtige Neuerung, die Google gestern bekannt gegeben hat, betrifft Offline-Karten von Google Maps. Mit Google Maps für Android lassen sich in Zukunft Karten von bestimmten Gebieten auf das Gerät herunterladen, um Maps danach auch ohne Internetverbindung nutzen zu können. Besonders praktisch ist dies etwa bei Auslandaufenthalten, wo man aufgrund der hohen Roaming-Kosten das mobile Internet nur ungern aktiviert.

Eine weitere Neuerung betrifft Street View. Google schickt in Zukunft nebst seinen Street-View-Autos und –Trikes auch die Infanterie auf Erkundungstour. Als Trekker bezeichnet Google seine Helfer, die ihre gesamte Kameraausrüstung im Rucksack herumschleppen und so auch abgelegene und schwer zugängliche Orte für Street View erfassen können.

Zudem ist das Tool «Map Maker», über das Nutzer bereits seit 2008 selbst Korrekturen an den Google-Maps-Karten anbringen können, in den nächsten Wochen für einige weitere Länder verfügbar, darunter auch die Schweiz.

Video: 3D-Bilder in Google Earth für Mobilgeräte:


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