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Guetzli: Google plant effizientere JPEG-Bilder

Mit dem neuen Algorithmus «Guetzli» will Google JPEGs um 35 Prozent entschlacken.

von Jens Stark 21.03.2017

«Guetzli» heisst der neuste Algorithmus von Google, mit dem bessere und kleinere JPEG-Bilddateien fürs Web bereitgestellt werden sollen. Tatsächlich verwendet der Suchmaschinenriese den schweizerdeutschen Ausdruck für Keks als Name für die Technik. Erstaunlich ist dies nicht, schliesslich wird das Verfahren hauptsächlich am Google Research Center in Zürich entwickelt, wie übrigens schon Brotli und Zopfli.

Das Auge einer Katze im Original (links) und mit Guetzli (rechts) sowie mit Libjepeg (Mitte) komprimiert Das Auge einer Katze im Original (links) und mit Guetzli (rechts) sowie mit Libjepeg (Mitte) komprimiert Zoom© Google

Wie die beiden Software-Entwickler Robert Obryk und Jyrki Alakuijala in einem Blog-Beitrag versprechen, soll Guetzli JPEGs von hoher Qualität erzeugen, die aber um 35 Prozent weniger Platz beanspruchen und sich somit schneller laden lassen. Die mithilfe des Open-Source-Algorithmus erstellten Fotos richten sich nach dem JPEG-Standard und sollen daher mit gängigen Browsern und Bildverarbeitungsprogrammen kompatibel sein.

Einziger Nachteil von Guetzli: Die Komprimierung der Dateien mit dem Verfahren dauert etwas länger. Doch Tests mit Betrachtern hätten ergeben, dass die mit Guetzli komprimierten JPEGs durchwegs als «schöner» angesehen wurden als solche, die mit Libjpeg codiert worden waren. Tatsächlich sind auf den publizierten Beispielbildern bei den mit Guetzli «gestauchten» Fotos weniger Artefakte zu sehen.


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