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So verwischen Sie Ihren digitalen Fussabdruck

Wer viel im Netz surft, wird seine Datenspuren nicht so schnell los. Doch es gibt ein paar allgemeine Tipps, mit denen Sie sich wieder unsichtbar machen.

von Simon Gröflin 27.09.2017

Wer viel im Netz surft, hinterlässt zwangsläufig einen digitalen Fussabdruck, aus dem sich so manches (auch falsches) herleiten lässt. Das ist nicht immer nützlich, etwa, wenn man sich an ein Vorstellungsgespräch begibt. Wer sich darüber hinaus mit einem authentischen Profil auf Facebook & Co. mit anderen Usern vernetzt, profitiert nicht nur von Vorteilen. Vielleicht hat Sie ja einmal jemand auf Facebook in einem Bild an einer Fasnachtsparty markiert. Oder: Ein User beschwert sich in einem Internet-Forum, in welchem Sie vor geraumer Zeit aktiv waren, über einen Ihrer Kommentare. Das kann einem mehr schaden als nützen oder sogar den Ruf ruinieren. Gleich vorweg: Eine hundertprozentige Garantie für eine vollständige digitale Elimination Ihres digitalen Fussabdrucks gibt es nicht. Aber man kann einiges dagegen unternehmen. Ein Wegweiser.

Die Shoppingtour wird erstaunlich genau aufgezeichnet Die Shoppingtour wird erstaunlich genau aufgezeichnet Zoom

Google ist sehr neugierig

Wenn Sie Ihr eigenes Ich im Internet behalten wollen, müssen Sie zuerst nach den Daten stöbern, die Sie als Internetsurfer entlarven. Wenn Sie vor allem mit Google unterwegs sind, sollten Sie nicht nur nach sich selbst fahnden, sondern etwa auch nach allen Bildern. Zum Glück geben Datenschutz-Experten immer wieder Gegenwind und fordern von den grossen Konzernen jährlich Transparenzberichte. Seither wird auch der Suchmaschinist in die Pflicht genommen, den Anwendern mehr Transparenz zu bieten. Hierzu gibt es seit ein paar Jahren einige wichtige Einstellungsbereiche. Wussten Sie etwa, dass Google weiss, wohin Sie pendeln? Oder dass Google sogar aufzeichnet, worüber Sie sprechen?

Brisantes aus dem Schlafzimmer: Man will besser nicht wissen, was Google alles aufzeichnet. Aber hören Sie sich mal die Einträge «Kein Transkript verfügbar» an und Sie werden eventuell aufhorchen Brisantes aus dem Schlafzimmer: Man will besser nicht wissen, was Google alles aufzeichnet. Aber hören Sie sich mal die Einträge «Kein Transkript verfügbar» an und Sie werden eventuell aufhorchen Zoom© Screenshot / PCtipp

Googeln Sie sich selbst

Googeln Sie sich zuerst einmal selber, erschrecken Sie nicht gleich. Danach gehen Sie Schritt für Schritt die folgenden Links beim Suchmaschinenkonzern durch, um allfällige Berechtigungen einzusehen und an Ort und Stelle zu widerrufen.

Google Ad Settings: Mit diesen Werbungen sind Sie verknüpft. Deaktivieren Sie hierzu die personalisierte Werbung gleich über den Schalter.

Google Location History: Diese Orte haben Sie besucht. Sehen Sie hier die Geräte ein, bei denen die automatische Standortverfolgung aktiv ist (Hilfestellung).

Google Search History: Danach haben Sie gesucht. Tippen Sie oben rechts ins Dreipunkte-Menü, können Sie mit Löschen nach alle alten Suchanfragen löschen.

Google Activity: Diese Geräte nutzen Sie mit Google. Klick und weg damit.

Google Permissions: Diesen Apps/Websites geben Sie Zugriff. Dasselbe Spiel!

Über das Tool Google Takeout können Sie alle Ihre Google-Daten herunterladen. Wie Sie ein Konto komplett löschen, erklärt der Konzern auf dieser Support-Seite.

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