Firmenlink

 

Steuererklärung am PC: So einfach gehts

Vielen ist es zu umständlich, die Steuererklärung selbst auszufüllen. Bei unkomplizierten Vermögensverhältnissen ist es aber einfach.

von Simon Gröflin 09.02.2017

Mit den heutigen Steuerprogrammen ist es ein Leichtes, die Steuererklärung am Computer auszufüllen. Hilfe holen müssen Sie eigentlich nur, wenn es wirklich kompliziert wird. Die zusätzliche Unterstützung eines Treuhänders empfiehlt sich beispielsweise nur bei überdurchschnittlich hohen Krankheitskosten, grösseren Erbschaften, beim Tod des Ehepartners oder bei Lottogewinnen und Einkünften aus selbstständigem Erwerb. Bei einfachen Verhältnissen, auch mit einer Eigentumswohnung, lohnt es sich hingegen, die Steuererklärung selbst aus­zufüllen. Das geht mit der richtigen Vorbereitung nicht einmal eine Stunde. Die nötigen Abzüge und Berechnungen werden gleich von der Steuer-Software gemacht und Sie sparen sich erst noch die Kosten für einen Steuerberater. Gerade bei An­gestellten ist dank der elektronischen Steuererklärung der kantonalen Steuerverwaltungen so einiges leichter geworden.

Wie anfangen?

Die Steuererklärung auszufüllen, bereitet niemandem ein grosses Vergnügen – auch nicht am PC. Mit einer schlauen Vorbereitung können Sie sich die ungeliebte Arbeit aber massiv erleichtern. Lesen Sie auf alle Fälle zuerst die Wegleitung der papiernen Steuererklärung aufmerksam durch, um keine Fristen zu verpassen. Je nach Gemeinde herrscht unterschiedliche Toleranz bei den Abgabefristen. Die Fristen verlängern Sie am einfachsten direkt online über die Kantonswebseiten. Halten Sie ausserdem alle wichtigen Dokumente bereit. Das spart viel Zeit.

Checkliste: Unterlagen

Der wichtigste Tipp: Kramen Sie nicht die Schuhschachtel mit allen Belegen hervor, sondern gehen Sie thematisch vor. Folgende Unterlagen brauchen Sie:

 

Einkommen:

  • Lohnausweis inklusive Nebenerwerb
  • Belege von Pensionskasse/IV oder AHV, Unfallversicherung
  • Sonstige Belege wie Wertschriftenerträge


Vermögen:

  • Sämtliche Belege Ihrer Bankkonten
  • Belege zu Erbschaften
  • Lebensversicherungsnachweise
  • Angaben zu privaten Fahrzeugen
  • Belege von Eigentumswohnungen
  • Wertpapiere wie Lottogewinne


Abzüge:

  • Einzahlungen an die Säule 3a bzw. an die Pensionskasse
  • Schuldzinsen, Spenden etc.
  • Unterhaltsbeiträge
  • Ausbildungskosten
  • Krankheitskosten

Auf der nächsten Seite zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie zur Software kommen und wie Sie eine elektronische Steuererklärung effizient ausfüllen.

Nächste Seite: Welche Software?

Seite 1 von 4
       
       

    Kommentare

    • Ray 09.02.2017, 16.48 Uhr

      Lieber Simon Bravo, brandaktueller Artikel, der exemplarisch die Aargauer Lösung zeigt. Hier ist es allerdings auch möglich, die Steuererklärung mit allen Dokumenten elektronisch zu übermitteln. Es ist wirklich nicht schwierig. Wer mit einem Scanner/MFC ausgerüstet ist, kann die Dokumente einscannen und digital übermitteln. Das ist im Normalfall auch kein wesentlicher Mehraufwand, da ohnehin nur noch Kopien an die Steuerbehörden geschickt werden müssen. Die Steuerbehörden im Aargau schick[...]

    • GL-Fridolin 10.02.2017, 03.14 Uhr

      Ebenfalls sehr gute Antwort, der ich zustimme. Die Belege erfasse ich ebenfalls beim Eingang. Mie einem Scan-Programm des Smartphones. Auch alle Rechnungen/Dokumente, auch für die Zahlung. Aber, könnte es nicht noch einfacher gehen, indem das Ausfüllen direkt über das Internet gemacht werden könnte. Ja, Sicherheitsprobleme können sein, aber die müssen die Kantone halt lösen, es hat ja schon ... Ohne den Kantönligeist, wäre es besser machbar. Ich habe nie begriffen, warum viele Kantone Eige[...]

    • Poldi 10.02.2017, 11.43 Uhr

      Im Konton Zürich geht es bereits schon einfacher. Im zugesandten Steuerformular ist ein Zugangscode für die Online- Steuererklärung. Damit kann man die Steuerklärung Online ausfüllen. Man hat auch alle Vorjahresdaten präsent. Auch eine Provisorische Steuerrechnung kann man vornehmen, die sehr nahe der definitiven liegt. Beim Abschluss gibt es eine Aufstellung, welche Unterlagen verlangt werden. Diese muss man im Augenblick noch in Papierform einreichen. (Wird sich aber sicher bald ändern) .Es si[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.