News 23.03.2012, 12:06 Uhr

Test: Alarms Express

Es sind die kleinen Aufgaben im Leben, die uns auf Trab halten. Mit «Alarms Express» ist dagegen ein Kraut gewachsen.
Der Alltag ist geprägt von winzigen Aufgaben: Schicke die Kinder um 14.20 in den Musikunterricht. In 25 Minuten beginnt die Sitzung. Nächsten Montag um 9 muss ich Kunde Schönwiler anrufen. In 25 Minuten beginnt im Internet eine Live-Übertragung, die ich nicht verpassen will. Und so weiter. Alle diese Ereignisse gehören zur grossen Gruppe der Kinkerlitzchen, die man zwar im Griff haben muss, aber keinen Eintrag im Kalender oder sogar in der GTD-Software rechtfertigen. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Lösungen, die mit Tätigkeitslisten oder Alarmen hantieren – aber kaum eine geht den täglichen Krimskrams so elegant an, wie «Alarms Express».
Ein Arbeitstag in Splittern
Alarms Express wohnt in der Menüleiste. Ein Klick auf das Glocken-Symbol blendet am oberen Displayrand eine Leiste ein, die den Tag in Stunden und einen Kalender auf der rechten Seite zeigt. Ab hier ist alles ganz einfach.
Eine App, auf eine Glocke reduziert
Um eine Erinnerung zu setzen, wird einfach an der gewünschten Stelle doppelgeklickt und ein kurzer Hinweis eingetippt. Wenn die Zeit gekommen ist, meldet sich die Glocke mit einem Signalton und einem optischen Hinweis. Jetzt gibt es drei Möglichkeiten zu reagieren: Die Erinnerung wird für einige Minuten stummgeschaltet, in der Zeitleiste verschoben oder – im Idealfall – als erledigt abgehakt.
Das klingt banal, verfehlt aber seine Wirkung nicht. So möchte man den interessanten Sportbericht im Internet vielleicht noch zu Ende lesen und verschiebt die Erinnerung mit einem Handgriff nach hinten. Oder man möchte das Telefongespräch erst morgen Vormittag führen und verschiebt den Eintrag im Kalender gleich um 12 Stunden. Alles ist möglich. Doch sehr schnell macht sich das angenehme Gefühl breit, dass man seinen Tag vollumfänglich im Griff hat.
Mit einem Klick zu den Unterlagen
Die Hilfestellungen gehen aber noch weiter. Objekte wie Dokumente, Ordner, Adressen oder URLs lassen sich einfach an den oberen Displayrand schieben, damit sich Alarms Express öffnet und diese in Empfang nimmt. Die Objekte werden wie normale Erinnerungen behandelt; wenn man sie zur gegebenen Zeit anklickt, werden sie automatisch geöffnet.
Die Eieruhr gibts umsonst
Und dann sind da noch die Winzigkeiten, an die man denken muss, etwa die Sitzung in 10 Minuten. Oder der Anruf in 20 Minuten respektive die Nudeln, die in 8 Minuten vom Herd müssen. Alarms Express geht diese Aufgaben sehr pragmatisch an. Wird die Glocke in der Menüleiste angeklickt und der Mauszeiger nach unten geführt, erhöht sich die Zeit für den Timer. Ist diese abgelaufen, meldet sich Alarms Express akustisch und optisch.
Nur wenige Schwachstellen
Alarms Express überzeugt und macht den Alltag einfacher – daran besteht kein Zweifel. Zwei Dinge fehlen jedoch: eine Cloud-Synchronisierung für den Abgleich zwischen mehreren Geräten sowie die Möglichkeit, wiederkehrende Ereignisse einzugeben. Wer damit leben kann, wird hier bestens bedient.
Fazit: Das kleine, handliche Hilfsprogramm macht den Alltag tatsächlich leichter, ohne mit einem ganzen Waffenarsenal an Funktionen aufzukreuzen. Stattdessen vereinen sich Nutzen und Bedienung in schönster Harmonie.

Testergebnis

Unaufdringlich, aber hartnäckig, Bedienung, hilft tatsächlich
Keine wiederkehrenden Erinnerungen, keine Cloud

Details:  Ab OS X 10.6

Preis:  Fr. 8.–

Infos: 
http://itunes.apple.com/ch/app/alarms-express/id413902336?mt=12

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