Nach drei langen Jahren: Pakistan gibt YouTube frei

2012 hat die pakistanische Regierung die Videoplattform YouTube gesperrt. Nun wird die Sperre aufgehoben - unter gewissen Bedingungen.

von Florian Bodoky 19.01.2016

«Innocence of Muslims» hiess das Zankapfelvideo, das Pakistan dazu veranlasste, das Videoportal YouTube zu sperren. Der Inhalt des Videos mache sich über den Propheten Mohammed lustig, lautete die Begründung. Google weigerte sich indes, das Video zu entfernen. Aufgrund der «unsittlichen Inhalte» gelangten pakistanische Surfer nur noch auf eine Hinweisseite, wenn sie im Netz die YouTube-Seite ansurfen wollten.

Nach diesem Zwischenfall gelangte sogar das Weisse Haus mit der Bitte an Google, das Video zu entfernen, was das Unternehmen jedoch ablehnte. Man blockierte den Clip stattdessen in einigen Ländern wie Libyen, Indonesien oder Ägypten. Letzten Endes musste Google nach einem Gerichtsbeschluss aber kleinbeigeben. 

Währenddessen forderte Pakistan von Google, einen Filter einzurichten, damit Pakistani zwar auf YouTube zugreifen, aber nur genehmigte Inhalte konsumieren können. Dieser Bitte kam Google offenbar mittlerweile nach. Die pakistanische Ministerium für Informationstechnik und Telekommunikation hat die gefilterte Version von YouTube für die Allgemeinheit freigegeben. 


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