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Netflix: IP-Spoofer sind leicht zu erkennen

Netflix möchte, dass Nutzer nur länderspezifische Inhalte schauen. Nun gibt es eine neue Technologie, um dies durchzusetzen.

von Florian Bodoky 17.02.2016

Netflix hat eine riesige Expansion hinter sich. Mittlerweile ist der Streaming-Dienst in weit über 100 Ländern verfügbar. Aus der Sicht gewisser User gibt es aber ein Problem: Netflix bietet ein länderspezifisches Angebot an, das die Benutzer ansprechen soll. Dies hat zur Folge, dass gewisse Inhalte - zum Beispiel Serien - in den USA teils deutlich früher verfügbar sind als anderswo. 

Aufgrund dessen gibt es Netflix-Kunden, die sich via VPN (Virtual Private Network; verschleiert die Herkunft) US-amerikanische Inhalte anschauen - obwohl Netflix das nicht möchte. War dies bis vor Kurzem noch toleriert, hat Netflix nun Schritte angekündigt. Personen, die ohne Befugnis Inhalte anderer Länder anschauen, werden vom Dienst ausgeschlossen. 

Diese Nachricht wurde zunächst gelassen aufgenommen, da es bisher technisch sehr schwierig war, sogenanntes IP-Spoofing (Verschleierung der tatsächlichen IP-Adresse) zu unterbinden. 

Nun erhält Netflix aber Unterstützung aus Kanada: Ein Forschungsteam der Universität Carleton hat das CPV-System (Client Presence Verification) entwickelt. Damit sei es möglich, den tatsächlichen Standort eines Nutzers festzustellen, sofern er sich in einem Umkreis von 400 Kilometern befindet.

Untersucht werden einerseits die Zeitmessung im Datenaustausch - längere Antwortzeiten zwischen Server und Client lassen vermuten, dass das Paket über mehrere Zwischenstationen geht -, was Spoofing wahrscheinlich macht. Anschliessend wird trianguliert: Die schnellste Verbindung zwischen Server und Client wird mit drei Verifiers gemessen und danach mit der gemessenen Antwortzeit der tatsächlichen Verbindung verglichen. Weichen sie voneinander ab, handelt es sich vermutlich um IP-Spoofing. In Tests lag die Trefferquote bei 97 Prozent.


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