Qwant: Der Google-Ersatz

Qwant erscheint neu in der Schweiz. Die französische Suchmaschine will Suchergebnisse auf eine andere Art präsentieren. Das fällt recht bunt und chaotisch aus, ist aber durchaus praktisch.

von Luca Diggelmann 05.03.2014

Qwant ist seit 2011 in Entwicklung, wurde 2013 erstmals veröffentlicht und vor Kurzem in deutscher Sprache in der Schweiz lanciert. Die französische Suchmaschine mit ihrem eigenwilligen Design erscheint  zudem neu auf Firefox OS.

Qwant erscheint neu in der Schweiz und auf Firefox OS Qwant erscheint neu in der Schweiz und auf Firefox OS Zoom

Qwant funktioniert ein wenig anders als andere Suchmaschinen. Zwar ist das Kernstück der Suche ebenfalls ein grosser Balken mit einem Knopf daneben, gleich darunter hören aber die Gemeinsamkeiten auf. Qwant zeigt unter der Suche diverse Kacheln mit Trends. Diese werden ähnlich wie bei Twitter zusammengetragen und platziert.

Sucht man etwas, werden die Unterschiede noch deutlicher. Statt der gewohnten Liste von Ergebnissen, zeigt Qwant gleich fünf Spalten. «Netz» zeigt klassische Suchergebnisse aus dem Internet. Gleich daneben bietet «News» aktuelle Nachrichtenartikel. In der Mitte der Spalten ist der «Qnowledge Graph». Dieser zeigt Informationen zur Suche, die von Seiten wie Wikipedia zusammengetragen werden. Auf der rechten Seite findet man «Sozial», das Tweets und andere Einträge auf Social Media anzeigt. Ganz zum Schluss steht «Einkaufen». Diese Spalte zeigt aktuelle Einkauftipps zum Thema, hauptsächlich von Amazon.

An eigene Bedürfnisse anpassbar

Neben der Standardansicht bietet Qwant auch zwei weitere Darstellungen. Die Listenansicht erinnert mehr an Google und unterteilt die Kategorien in Tabs auf der linken Seite. Die Mosaikansicht mischt alle Inhalte zusammen in ein Mosaik mit farbig gekennzeichneten Kacheln.

Die Suchmaschine und ihr eigenwilliges Spaltendesign Die Suchmaschine und ihr eigenwilliges Spaltendesign Zoom

Neben den Darstellungen gibt es auch drei Suchmodi: Suchen, Medien und Personen. Diese sind in Tabs am oberen Rand der Seite angeordnet. Die Mediensuche zeigt ausschliesslich Bilder und Videos an, während die Personensuche Social Media nach Personen durchsucht.

Zu guter Letzt gibt es noch Notizbücher. Diese Funktion erlaubt es, Listen von beliebigen Inhalten zu erstellen und mit anderen zu teilen. Beispielsweise kann ein User eine Liste von witzigen Katzen-Gifs erstellen und diese anderen zugänglich machen.

Sofern Qwant in Sachen Suchleistung mit der Konkurrenz mithalten kann, dürfte diese neue Suchmaschine sicher ernst genommen werden. Mit einigen interessanten Funktionen und einem alternativen Stil könnte Qwant eine anständige Nutzerbasis schaffen.

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