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Telefon-Abzocke in der Schweiz: Anrufe aus Nordafrika gehen ins Geld!

Aktuell mehren sich Anrufe von Nummern aus nordafrikanischen Ländern. Zurückrufen sollte man auf keinen Fall. Wie man sich wehrt, erfahren Sie hier.

von Florian Bodoky 20.10.2017 (Letztes Update: 20.10.2017)
Auch PCtipp-Redaktoren sind vor diesen Anrufen nicht sicher Auch PCtipp-Redaktoren sind vor diesen Anrufen nicht sicher Zoom Aktuell häufen sich Anrufe aus exotischen Destinationen wie Marokko oder Tunesien – aber auch aus südlicheren Gefilden wie Benin oder Burundi. In der Schweiz sind hauptsächlich Mobiltelefone von diesen Anrufen betroffen. Die Anrufer lassen jeweils nur ganz kurz klingeln, legen dann wieder auf und hoffen auf einen Rückruf. 

Wenn man aber nicht hundertprozentig todsicher ist, dass eine Anrufernummer aus Onkel Walters Club Med in Marrakesch ist, sollte man den Rückruf tunlichst unterlassen, denn: Damit wollen die Anrufer nur Kasse machen. Ein Anruf kostet mehrere Franken pro Minute und wird beim Provider am Ende des Monats auf der Rechnung stehen. 

Die Anrufe funktionieren relativ einfach über Wählautomaten. Deren Datenbanken werden mit von Adresshändlern gekauften Handy-Nummern gefüttert und dann Nummer für Nummer abtelefoniert. 

Bei der Swisscom ist man über das Problem informiert und arbeitet an einer Lösung. Der Anbieter rät, bei einem Verdacht die Telefonrechnung zu überprüfen und gegebenenfalls mit dem Provider in Verbindung zu treten. Für Festnetzanschlüsse gibt es bereits einen Callfilter der Swisscom (so wird er eingerichtet), für Mobiltelefone soll er Ende Jahr kommen

Bis dahin ist es empfehlenswert, die verdächtigen Nummern gleich lokal auf dem Smartphone zu blockieren. Wie das geht, erklärt PCtipp hier (für Android und iOS)


    Kommentare

    • karnickel 21.10.2017, 10.45 Uhr

      Dann müssen dies wohl Rufnummern sein, zu denen der dort lokale Anbieter den Angerufenen beteiligt. Also etwas Ähnliches wie bei uns die verniedlicht genannten "Mehrwertanrufe". Da müsste die Swisscom zur Realisierung wohl an die ITU gelangen, damit der dort lokale Anbieter die zugehörigen Nummernbänder dokumentiert. Weiss jetzt nicht, ob solche Staaten sowas ungemein wichtig finden. Ein anderes Problem lässt sich damit noch viel weniger umgehen: Die Übermittlung gefälschter Rufnummern! Wie i[...]

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