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Update: Aus für Online-Speicher Wuala

Der in der Schweiz ins Leben gerufene Online-Speicherdienst Wuala stellt noch diesen Herbst den Betrieb ein. Die Gründe der Schliessung können durchaus beim neuen Mutterhaus Seagate gesucht werden.

von jst, Patrick Hediger 18.08.2015 (Letztes Update: 18.08.2015)

Vor etwa acht Jahren ging Wuala, der kostenlose Online-Speicher aus Zürich, live. Nun wird der Dienst eingestellt, der seit 2009 zur franzöischen LaCie gehört, die wiederum seit 2012 von Seagate geschluckt wurde. Von der Einstellung dürften auch diverse Schweizer Kunden betroffen sein.

Auf der Wuala-Website wird informiert, dass Daten noch bis Ende September in die Cloud geladen werden können, danach würden die Konten auf einen Nur-Lese-Modus umgestellt. Ab dem 15. November ist dann Schluss, der Dienst macht endgültig dicht. Laut Wuala wird für bereits bezahlte Abos ein Rückerstattungsprogramm angeboten.

Mögliche Gründe für die Schliessung

Über die Gründe für die Schliessung wird offiziell nichts gesagt. Allerdings hat Computerworld aus gut informierten Branchenkreisen erfahren, dass der neue Wuala-Besitzer Seagate treibende Kraft hinter der Schliessung sei. So hätten die Wuala-Betreiber seit der Übernahme durch die irisch-amerikanische Firma kaum noch Ressourcen erhalten, um ihr Produkt weiterzuentwickeln. Zudem sei Wuala dem Seagate-Management ein Dorn im Auge gewesen, da das Unternehmen konkurrierende Dienste wie Evault.com gekauft habe und auf diese setze. Selbst auf den Vorschlag eines Management-Buy-outs seien die Seagate-Oberen nicht eingestiegen, hiess es.

Die Betreiber von Wuala empfehlen derweil ihren Kunden, den Umstieg auf die schweizerisch-ungarische Cloud-Lösung Tresorit. Weitere Schweizer Dropbox-Alternativen, darunter der empfehlenswerte Dienst SecureSafe, haben wir hier zusammengestellt.


    Kommentare

    • greedo 18.08.2015, 15.57 Uhr

      also mal ehrlich: nachdem das tauschen, bzw bereitstellen von freiem speicher gegen onlinespeicher eingestellt wurde, war das das absehbare ende von wuala. jeder, aber wirklich jeder hatte daraufhin seinen account gelöscht. zudem war die preispolitik schlecht. inzwischen gibt es bessere und günstigere lösungen als wuala.

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