Was weiss das Darknet über Sie?

Im Darknet werden weit mehr als nur Drogen verkauft. Dort werden auch Daten gehandelt, die Sie betreffen. Check Point hat es uns erklärt.

von Jens Stark 02.11.2017

«Wissen Sie, welche Informationen über Sie und Ihr Unternehmen im Darknet existieren?», fragt Thierry Karsenti, Vice President für Südeuropa und die New Technology Unit des IT-Security-Unternehmens Check Point während seines Vortrags an der Hausmesse CPX in Baden. Wenn nicht, sei es höchste Zeit, sich mit der dunklen Seite des Internet auseinanderzusetzen.

Thierry Karsenti von Check Point empfiehlt einen Besuch des Darknet Thierry Karsenti von Check Point empfiehlt einen Besuch des Darknet Zoom© PCtipp

Zwar muss auch Karsenti zugeben, dass das Darknet hauptsächlich als gigantischer Drogenumschlagplatz genutzt wird. Dennoch dient es eben auch dazu, sowohl private Informationen wie gestohlene Kreditkartennummern und gehackte Western-Union-Konten zu verkaufen als auch heikle Firmeninformationen, digitale Einbruchswerkzeuge und sogar Auftragshacker zu vermitteln.

Um zu demonstrieren, wie viel tatsächlich im Darkweb über Unternehmen zu finden ist, macht Karsenti die Probe aufs Exempel. Er fahndete im Vorfeld nach den Firmen-Domains aller an der Kundentagung registrierten Teilnehmer. Das Ergebnis: Über 2 Millionen Login-Daten fand er in den Datenbanken grösserer Lecks der letzten Zeit, über 100'000 Phishing-Domains, mehr als 11'000 Anmelde-Daten aus noch relativ frischen Lecks des aktuellen Jahres, knapp 10'000 private Details und 2186 Mitarbeiter, die auf einer sogenannten Target-List erscheinen, also gefährdete Angriffsziele darstellen.

«Erweitern Sie Ihre Sicherheitsmassnahmen um Untersuchungen im Darknet», kann Karsenti daher der versammelten Schar von IT-Security-Beauftragten wärmstens empfehlen und zeigt auch gleich, wie das geht. Wichtigste Werkzeuge sind dabei eine VPN-Verbindung und der Tor-Browser, mit dem man versteckte «.onion»-Sites ansurfen kann wie etwa illegale Märkte, auf denen es alles gibt, was nicht erlaubt ist. «Denn nur, wenn ich weiss, dass Login-Informationen oder gar geistiges Eigentum der Firma im Darknet zu finden sind, kann ich entsprechend gezielte Gegenmassnahmen ergreifen», so Karsentis Argumentation. «Ein Besuch im Darkweb ist in jedem Fall erhellend.»

Tags: Internet

Kommentare

  • flacocuchento 06.11.2017, 15.46 Uhr

    Sehr schade! Der Artikel hat gut angefangen ist aber nicht fertig geworden. Warum zeigt ihr nicht wie und wo man(n)/frau den Tor Browser findet, installiert und braucht? Ich weiss, PCTipp will nicht animieren im Darknet zu stochern. Aber dann sollten Sie auch nicht mit solchen unvollständigen Berichten reizen.

  • slup 06.11.2017, 16.00 Uhr

    Sehr schade! Der Artikel hat gut angefangen ist aber nicht fertig geworden. Warum zeigt ihr nicht wie und wo man(n)/frau den Tor Browser findet, installiert und braucht? Ich weiss, PCTipp will nicht animieren im Darknet zu stochern. Aber dann sollten Sie auch nicht mit solchen unvollständigen Berichten reizen. Siehe hier, besonders Gabys Beitrag.

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