Fallstudie: So spart der Flughafen Zürich 150‘000 Franken

Nach ausführlichen Tests will die IT-Abteilung des Flughafens Zürich den Mitarbeitenden eine Virtuelle Desktop-Infrastruktur (VDI) zur Verfügung stellen. Davon erwarten die Verantwortlichen eine Steigerung der Produktivität, ein einfacheres IT-Management und erst noch deutlich geringere Energiekosten.

von rue 05.05.2013

Blick in einen Terminal am Flughafen Zürich. Blick in einen Terminal am Flughafen Zürich. Zoom 24 Millionen Passagiere, 415‘000 Tonnen Fracht und 22‘000 Tonnen Post werden jährlich am Flughafen Zürich abgewickelt. Für den reibungslosen Ablauf sorgen 1‘600 Mitarbeitende, die 279‘000 Flüge von 85 Fluggesellschaften koordinieren. Dazu sind sie auf eine reibungslos funktionierende und flexible Infrastruktur angewiesen.

Thomas Reichmuth, Senior Systems Engineer am Flughafen kennt die Bedürfnisse des Personals: «Die Mitarbeitenden möchten möglichst mobil sein, und sie wollen bei der Arbeit dieselben modernen technischen Werkzeuge benützen können wie zu Hause.»

«Green IT»

Bei der Evaluation einer neuen Lösung stand neben den technischen Möglichkeiten auch der Wille im Vordergrund, den Energieverbrauch durch Green IT zu senken: «Der Flughafen Zürich hat sich das Ziel gesteckt, die Energieeffizienz zu steigern», erklärt Martin Hossli, der zuständige Client Engineer. Im Rahmen der Flughafeninitiative «Green IT» sollen der Energieverbrauch und damit auch die Energiekosten sinken.

Diese Überlegungen führten zum Test mehrerer virtueller Desktop-Infrastruktur Lösungen (VDI). Mit Unterstützung des Microsoft-Partners Netree wurde eine Testumgebung mit vier Windows 2012-Servern aufgebaut und von 50 Mitarbeitenden getestet. Zum Einsatz kamen leistungsschwächere tragbare Computer ohne Festplatte, mit denen auf die virtuellen Desktops zugegriffen wurde.

Das Resultat überzeugte: «Unsere Mitarbeitenden greifen auf Multimediaanwendungen zu, und bei einem virtuellen Desktop über ein WAN kann die Anwendungsleistung stark herabgesetzt sein», sagt Reichmuth. RemoteFX für WAN sorgte für eine flüssige, hochauflösende Darstellung und die Performance überzeugte.

Gerüstet für die Zukunft

Aufgrund der Resultate entschied sich der Flughafen schliesslich für eine VDI-Lösung auf der Grundlage von Windows Server 2012 mit Hyper-V in seiner gesamten Umgebung. Das wird sich laut Martin Hossli rasch auszahlen: «Im ersten Jahr werden wir mit Windows Server 2012 und der VDI-Implementierung fast 38‘000 Franken, und wenn alle Mitarbeitenden an virtuellen Desktops arbeiten ganze 150‘000 Franken an Energiekosten einsparen.»


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